Samstag, 3. Oktober 2015

Tag der deutschen Umvolkung

Nein, der Tag der deutschen Einheit wird eigentlich gar nicht gefeiert. An sich ist dieser Tag für die BRD Bonzen eine Art von Folklore, und hat nichts mit der Freude an einen gemeinsamen Staat zu tun. Der Kern der Wiedervereinigung ist letztlich die Tatsache, als ein Volk in einem Staate zu leben - es geht daher um den Begriff des Nationalstaates. In einem Nationalstaat herrscht das Volk über sich, da seine Kulturregeln weitesgehend zum Gesetz erhoben sind; In einem Vielvölkerstaat kann nur eine Kultur eines Volkes seine Regeln zum Gesetz für alle machen, wodurch alle anderen Völker in verschiedenster Weise benachteiligt werden. Da ein Volk aus verwandten Menschen besteht, so trennte die innerdeutsche Grenze Familien und Verwandschaften - ein Umstand der auch ehemalige Kolonialgebiete betraf, wenn man deren Grenzen mit Lineal auf einer Landkarte zog.


Da Katrin Göhring Eckhardt von den Grünen ganz selbstverständlich  und unwidersprochen von den Ostdeutschen (ehemalige DDR) als Migranten sprach, und auch sonst das gesunde Nationalbewußtsein in den neuen Bundesländern als störend empfunden wird, ist festzustellen:


Für die BRD Bonzen aus Politik, Medien und Wirtschaft sind und waren Ossis Zuwanderer mit deutschen Migrationshintergrund. Das Kapital der BRD bemächtigte sich nicht nur der ehemaligen DDR Bürger als lohnsenkende Arbeitskraftreserve, sondern auch deren Industrie, um anschließend jene Konkurrenz auszuschalten. Ostdeutsche als Migrationsgruppe bereiten den BRD Regime die größte Sorge, eben weil diese ein deutsches Nationalbewußtsein haben, welches man durch Umerziehung in der alten BRD schon beseitigt glaubte.


Die BRD Bonzen, als Opfer der Umerziehungsstrategie westlicher Siegermächte, sehen, da es immer auch ein  Feiertag des Nationalstaates ist, stets mit Schrecken auf den Tag der Deutschen Einheit. Für den BRD Umvolkungsextremist ist der Tag der Deutschen Einheit nur ein Mittel zum Zweck - ein Weg die utopische Einheit der Welt, angefangen mit der USA und EU, zum imperialen Globalstaat aufzuzeigen. Dieser Globalstaat ist deswegen imperial, da er völkertötend, kulturverachtet ist; Jede freie Entfaltung wird, mangels Staatsgrenzen, gerade durch ungebremste Wanderungsbewegungen unterbunden - schon jetzt wird Islam gegen Christentum, Atheismus, und diese gegen Genderideologien gehetzt. Natürlich sind alle diese Kulturen miteinander unvereinbar - Multikultur an sich unmöglich, aber immer ein geeignetes Mittel jene Kulturen und ihre Trägervölker bei Bedarf aufeinander zu hetzen.



Als Profiteure der jetzigen Überfremdungsflut sind folgende Gruppen auszumachen:


  • Allen voran das globale Imperium der Geldfürsten. Hier ist man bestrebt, die Völkervermischung in Europa ähnlich derer wie in der USA zu gestalten. Da aber die europäischen Völker nur sehr träge zu vermischen sind, bedarf es zum Zweck der Vernichtung der Zuwanderung von Südländern. Man hat durch die Völkervermischung wie in den USA zwar keine großflächigen ethnischen Kriege, doch sind diese für die Geldfürsten ungefährlich in Kleinkriegen versteckt. Die Bevölkerung der Nordamerikanischen Union entmischt sich in Kleingruppen und bildet eigene separate Territorien (Segregation) . Diese ethnisch abgesonderten Ghettos besitzen zuweilen eine “Gang” als Minimalstaatliche Militärmacht (Miliz). So verstecken sich die ethnischen Kriege in der USA in der Kriminalitätsstatistik, zumal die USA ihre Kriegsgefangenen als Justizhäftlinge klassifiziert. Die USA hat hierdurch die höchste Gefangenenrate je Einwohner auf der Welt. Da die kleinen Gangs vornehmlich mit sich selbst, als wie mit den Geldfürsten zu tun haben, ist für die Geldmacht eine Völkervermischung auch für Europa erstrebenswert.


  • Der nächste Profiteur der Überfremdungswelle ist das Kapital. Je größer, die auf dem Markt angebotene Arbeitskraft, desto niedriger sein Preis. Gäbe es einen angeblichen Fachkräftemangel, wären deren Löhne längst so weit gestiegen, das es einen Mindestlohn nicht bedürfte. Lohnsenkungen trotz Mindestlohn geschehen durch Erhöhungen der Arbeitsintensität. Das Kapital braucht vor allem in Wirklichkeit Arbeiter für einfache Tätigkeiten ohne besondere Fachkenntnisse.


  • Utopisten glauben, ohne Staaten gäbe es auf der Erde keine Kriege mehr, und ohne Völker keine Staaten. Zunächst glaubt der Gutmensch an den heiligen Weltstaat mit absoluter Gleichheit aller Bürger. Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, kein Mensch darin illegal, Eigentum verboten - und an der Spitze eine demokratische Räteregierung. Da es aber auch darin Spannungen und Konflikte geben könnte - ihre Niederwerfung wäre dann kein Krieg, sondern Terroristenbekämpfung, Oppositionelle wären als “Nazis” deklariert - muß unweigerlich im nächsten Schritt eine Vereinigung aller Völker zu einem Weltvolk erfolgen. Der Glaube, in diesem Weltvolk gäbe es nun keine ethnischen Konflikte, verfehlt die Tatsache, der geographischen Segregation, und damit einhergehender kultureller Besonderung (Wie die englische Sprache sich in den ehemaligen Kolonien unterschiedlich weiterentwickelt).

  • Antideutsche Rassisten fühlen sich zwar als Antirassisten und moralisch integer, doch begründen sie die Abwertung eines Volkes ebenso wie alle Rassisten, mit dessen angeblicher Amoralität. Afrikaner wurden nicht wegen ihrer Hautfarbe, Kraushaar usw. als minderwertige angesehen, sondern weil sie angeblich das Leben durch Verspeisung ihrer Feinde an sich verachten, die Slawischen Untermenschen sollen Charakterschwach und Hinterlistig gewesen sein. Den Juden schob man die Geld und Machgier unter, und den Deutschen ihre Schuld am Holocaust. Der Deutschenhasser agiert also wie jeder andere Rassist auch. Daher soll die moralische Strafe für den Holocaust und anderer vorgeschobener Taten die Vernichtung und Verdünnung der Deutschen durch Masseneinwanderung sein. Neben diesen gruppenbezogenen Menschenhass auf die deutsche Ethnie haben sie hiermit unfreiwillig den Volksbegriff und die Gruppenidentität Kollektivschuld, Kollektivstolz - Nationalstolz, Nationalschuld anerkannt.

Donnerstag, 10. September 2015

Religion und Gesellschaft in der Weltgeschichte

Christoph Türcke geht in “Mehr, Philosophie des Geldes” von einer Umkehrung der Religiösität zu Beginn des Neolithikums aus. Die Jäger und Sammler der Vorgeschichte verehrten vornehmlich das Tier, und im Besonderen die Schlange - auch die Nebenformen Drachen, Lindwurm - als real existenten Gott, welchen man durch Menschenopfer zu verehren hatte. Man opferte einen geliebten Menschen um im Tausch mit dem Gottestier Heil und Jagdglück zu erhalten. Die neolithische Revolution führte aber nicht nur zu einer Umkehrung der Erde von einem Arbeitsgegenstand zu einen Arbeitsmittel, sondern führte durch die Zähmung der Tiere - als erstes des Rindes - zur Vergöttlichung der Naturprozesse, wodurch diesen nun der ehemalige Gott - das Tier - geopfert wurde. Statt Menschen zu opfern, opferte man den Göttern als Naturprozessen zuerst Rinder, aber auch andere Tiere, die demnach in Rindern als Wertmaßstab gemessen worden. Ursprünglich wurden die Tiere ganz verbrannt und später gemeinsam in einer Feier verspeist, wobei man nur noch einzelne Teile für die Gottheit verbrannte, daher die Opferung zunehmend symbolisch durchführte.

Später erkannte man konkrete menschenähnliche Funktionsgötter als Gottheiten, und wandte sich von den Naturprozessen ab. Nun wurden aber den Funktionsgöttern die Naturprozesse geopfert, als erstes die Große Mutter Erde in Form von Ton. Der Ton und Terrakotta wurde zudem in Gestalt der ursprünglichen Tiere geopfert. Da dieses Gestein der Erde nicht als solches verbrannt werden konnte, zerschlug man die Tonfiguren zu Scherben. Dieser Brauch hat sich bis heute als Polterabendzeremonie gehalten.
Später ging man zur Opferung der himmlischen Vater-Gottheiten über. Hierbei stand das Gold für die goldene Sonne, das Silber für den silbernen Mond, das Kupfer/Bronze für die Venus und das reichhaltige Eisen für die unzähligen Sterne. So opferte man Gold und Silber, dessen Wertverhältnis ihrer scheinbaren Umlaufperioden von 1:13 entsprach. Das Problem bei der Opferung von Edelmetall ist, daß es im Unterschied zu Tieren nicht verbrannt oder verzehrt werden kann, und im Unterschied zu Tonfiguren man das Material an sich nicht zerstören kann. Man ist also zur Deponierung der Opfergabe in einem Tempel genötigt. Dort könnte nun der Tempelschatz ins Unermessliche anwachsen, aber da nun auch nicht jeder Gläubige über das gute Edelmetall verfügt, geht der Tempel zur Verleihung von Gold und Silber über. Bevor die Leihgabe aber erneut geopfert werden kann, bedarf es der Zahlung einer Strafgebühr, bzw. Zins an die Gottheit selbst und den Tempel. Der Tempel verkauft somit stetig Gold und Silber gegen Naturalien - wobei der Metallbestand langfristig ungefähr konstant bleibt, die Naturalien aber täglich hinzukommen. Da alle Naturalien und besonders Lebensmittel alsbald verderben, wird es für den Priester interessant Arbeitsaktionen, zB. Kanalbauten, Stadtmauern oder Heere zu versorgen. Hier kann das ganze Dorf, und Nachbardörfer zu diesen Dienstfeiern kommen - im Falle des sumerischen Mesopotamien - Kanäle bauen, und aus der Tempelbank mit Naturalien fürstlich versorgt werden.

Für sich wird monotheistischen Göttern auch noch vielerlei Güter geopfert, an sich ist das Hauptopfer dieser Exklusivgötter die Erinnerung der ehemaligen Gegengötter. Schon Echnaton tilgte jede Erinnerung an die alten Götter in Ägypten aus, schloß Tempel und zerstörte Inschriften. Da der Jahwe-Kult der Israeliten in der Thora überliefert ist, kann hier sehr gut der Vertilgungswillen des monotheistischen Gottes nachempfunden werden. Jahwe erklärt sich sogar zur alleinigen Existenz und spricht allen restlichen Wesen die Existenzberechtigung ab. Dies gilt sogar ausdrücklich den Israeliten selbst, insofern sie seine Befehle mißachten. Wo man einst noch fremde Götter respektierte, so vertilgen auch Christentum und Islam jedwede fremde Glaubensausübung, da diese mit der monotheistischen Kernbotschaft unvereinbar sind. Man muß nicht nur die heimischen Poly-Götter in eroberten Gebieten opfern, sondern geht bewußt zur Kriegsführung zum Zweck der Missionierung und Religionsausbreitung über. Interessant, das Judentum ist durch Jahwe zur Destrukturierung aller Völker sei dies durch das Schwert oder die Ansiedlung von Fremdvölkern zum Zwecke des Volksaustauschs - außer des eigenen aufgefordert, der Islam begnügt sich die Völker der Welt in seiner Umma - einen künstlichen Volke mit arabischer Zwangssprache - einzugliedern. An diesen politisch eminent wichtigen Handlungen wird ersichtlich, wie der religiöse Opferkult globalen Ausmaße annimmt.

In Golgata endlich opfert sich der monotheistische Geist-Gott selbst dem Menschen - aber nicht dem Menschen an sich, sondern den zur Einheit mit Gott erhobenen Menschen - in naturalistischer Gestalt als Jesus Christus. In der Einheit von Gott und Mensch ist an und für sich kein Opfer nötig, zumal das einzige Opfer aus der Selbstopferung Gottes besteht, doch haben wir trotzdem ein immenses Bedürfnis nach professioneller Fürbitte und Sündenablass, um ein angenehmes Leben im Jenseits zu gewährleisten. Fürsten und Könige stifteten im Mittelalter Klöster, um dort eine ganze Fabrik an Fürbitte-Arbeitern zur Seite zu haben. Aus dem germanischen Wergeld konnte sich eine opferähnliche Handlung, des Ablasses entwickeln, mit der Jeder praktisch seine Sünden vergelten konnte. Später, als die Klöster Reliquien ansammelten, zahlten die Menschen für eine Berührung und das Ansehen. Reliquien sind darum Datenträger, die das Heil der Heiligen und Märtyrer speichern, und unendlich vervielfältigen, bzw. kopieren können. Da das Heil aber Information ist, ist es unbegrenzt an die Gläubigen zu verkaufen, wodurch das Kloster oder Bistum eine Menge Geld anhäuft, und in der Gotik den Reliquien und Bischofssitzen würdige Kathedralen errichtet. Für die ewigen Baustellen siedelten sich um den Kathedralen Handwerker an, wie es Gebäude für Handwerker bedurfte, und Handwerker für Handwerker. Am Ende brauchte es noch eine Stadtmauer, und man versteht endlich die Stadtgründungsdynamik des späten Mittelalters, wo man im Durchschnitt eine Stadt je Monat gründete.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Der moderne Sikhismus

Da es zur Zeit in der Öffentlichkeit nur noch das Thema Islam zu geben scheint, soll unbedingt mal ein Abstecher in die Religion der Sikhs gemacht werden. Was den Sikhismus dem Islam grundlegend voraus hat, ist sein hochmoderner Gottesbegriff, welcher im Gegensatz zu einem separat und für sich seienden Allah, von einem immanenten und nicht von der Natur zu unterscheidenden Gott als Geist ausgeht. Gott ist bei den Sikh kein externer Herrscher, welcher von den Menschen Unterwerfung (Islam) fordert. Im Sikhismus ist die natürliche Welt wie in der deutschen Idealistischen Philosophie eine äußere Gestalt des göttlichen Geistes. Sowohl der Idealismus und Sikhismus versteht in der Natur und im Menschen eine äußere Erscheinungsform Gottes. Gott ist in allen Erscheinungen und ist selbst jene Erscheinung. Diese Natur ist bei den Sikhs nicht mit Tabus und Sünden belegt, sondern in ihrer Prozessabfolge so wie sie ist. Sie anerkennen diese, in dem sie ihre Haare natürlich wachsen lassen, und verstehen beide Geschlechter selbstverständlich als gleichwertig an. Auch scheint der Sikhismus vom Hegelschen Begriff der Begierde zu wissen - jenen Zustand, in welchen das leere Ich sich mit einen Gegenstand oder Attribut äußere Objektivität geben will - und darum sich im Begriff der Vernunft als alle Realität zu wissen beginnt. Alle Wissen sich als Vernünftige, auf Objektivierungen mit Gegenständen verzichten zu können, da ein jedes Objekt oder Attribut das wahre Sein des Geistes verfehlt. Das weiß das Christentum ebenso wie der Sikhismus. Sikhs verfallen hierbei nicht in Asketische Lebensweisen und einem Dasein in Armut. Man versteht das Menschen eben aus biologischen Gründen gewisser Güter bedürfen, und asketische Armutsübungen die Realität des Lebens verfehlen.  

Was im Christentum zum Begriff der Dreifaltigkeit mündete, griff Hegel auf, und machte dieses Prinzip zur Blaupause seines berühmten Systems. Die Unterschiedeinheit von Vater und Sohn, sowie deren gleichsame Identität, bilden die Vorstellung von Gott als einen Ununterschiedenen von Natur und Mensch. Die äußere Erscheinungsform Gottes als Natur und Mensch ist zwar ein Getrenntsein, worin sogleich auch deren vollkommene Identität als heiliger Geist zum Ausdruck kommt. Im Sikhismus kommt die Trinität Gottes als Einheit des Widerspruches von Immanenz und Transzendenz zum tragen - als die Unwandelbarkeit der wandelbaren Erscheinungen. Interessant ist auch die These der Sikhs, Gott als die Wahrheit zu definieren, da die deutsche Idealistische Philosophie Wahrheit als Identität von Subjekt und Objekt, bzw. Gedanke und Gegenstand definiert - daher als die “Idee”. Der innere Kern der Idee ist das Ich als Subjekt sich immer nur letztlich selbst als Objekt beobachtet, bzw. sich als Subjekt von sich als Objekt unterscheidet und vorraussetzt, aber in der Selbstbeobachtung zur Erkenntnis gelangt, daß diese Unterschiedenen vollkommen miteinander identisch sind.
Während der jüdische Jahwe und der islamische Allah für sich seiende Allmächtige sind und am Menschen sowie der Natur ihre Grenze haben, ist der Gott der Christen und Sikhs unendlich, und somit nicht am Menschen und der Natur endend. Alle vier Religionen sind sich über den geistigen Zustand Gottes einig, jedoch lebt Gott nur in der Vorstellung der Christen und Sikhs als unendlicher Geist.

Der Geist ist nicht Nichts sondern Alles, in Form als abstrakte Allgemeinheit.
Hierzu ist die Erkenntnis erforderlich, daß dem Geiste eben keine Gegenständlichkeit, wie im Glauben der Begierde sich zu Vergegenständlichen oder mit einen Attribut zu versehen, zu kommt.
Der Geist ist die unendliche Reflexion auf sich selbst - der menschliche Geist ist sich stets immer nur selbst anschauend, wie es auch dem göttliche Geist stets nur um Selbsterkenntnis geht. Gott ist ebenso nicht auf eine Person oder ein Wesen herabzustufen, wie auch das menschliche Ich nicht auf eine Hirnregion oder Nervenzelle zu beschränken ist. Darüber hinaus gehen Christentum und Sikhs von einer Sohnartigkeit Gottes in Gestalt des Menschen aus. Das Wissen und die Moral des Menschen, ist Zugleich das derzeitige Wissen und die Moral Gottes. Das Eine ist darin nicht ohne das Andere zu denken. Dagegen sind die vom Menschen getrennten Götter ,Allah und Jahwe, politische Herrscher, dessen weltliche Staatsoberhäupter nur als dessen Geschäftsführer agieren - denn in der asiatisch-orientalischen Gesellschaftsform ist aller Boden und Produktionsmittel Eigentum des Staates, und der Staat Eigentum einer Gottheit. Darin liegt übrigens der oft zu beobachtende Umstand geschuldet, daß asiatische Herrscher sich gleich als Gottheiten verehren lassen, und römische Kaiser diese Praxis kopierten.

Für den ägyptischen Pharao und den muslimischen Kalifen geht es stehts um die Freiheit ihres Gottes. Es liegt bereits der Allmacht ihres Supergottes begründet, daß man sich besser dessen Herrschaft zu beugen hat, da man nicht wie Germanen oder Sikhs weiß, daß die Menschen die äußere Erscheinungsform und somit dasselbe wie Gott sind. Die Freiheit der einzelnen Menschen erweist sich daher auch als Freiheit Gottes.

Montag, 2. März 2015

Hochsensibilität bei Friedrich II. der Große von Preußen

Ich bewahre mich aber, indem ich das Weltall als Ganzes betrachte, wie der sinnende Beschauer von einem fernen Planeten her, dann erscheinen mir alle Dinge unendlich klein, und ich bemitleide meine Feinde wegen ihrer großen Mühe um so Geringes.” [Friedrich II., der Große 1712-1786]


Beschäftigt man sich mit dem Thema Hochsensibilität merkt man leicht, wie Personen wie Newton, Goethe und Friedrich der Große mit dieser menschlichen Eigenschaft ausgestattet sein dürften.
Unter Hochsensibilität (HSP) versteht man einen mangelhaften Reizfilter, der zu einen ungehinderten Zustrom von Informationen an das Bewußtsein führt. Es werden somit nicht mehr Informationen aus der Umwelt und Gedankenwelt aufgenommen, sondern weniger - eventuelle Störsignale - Material herausgefiltert. Der Hochsensible ist daher stärker vom ganzen emotionalen Wesen seines gegenübers beeindruckt und ergriffen, bzw. mitgenommen von jedweder Schwankung und dessen Verstellungen. Ungewollt sind Hochsensible zur Forschung und Erforschung von Zusammenhängen getrieben. Dies bedarf darum keiner besonderen Intelligenz, da auch mit einer geringeren Denkgeschwindigkeit große Erfolge mit der Zeit erzielt werden. Vielmehr ist der Drang zum Lernen und Systematisieren mit einem ungebrochenen Aufsaugen von Informationen erklärbar, bzw. der Hochsensible scannt ungewollt ständig die ungefilterten Reize der Umgebung auf. Ein ziemlich negativer Aspekt der Hochsensibilität ist in der Tat die Überreizung und Überforderung, wodurch der Betroffene des Öfteren das Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein verspürt. (Siehe auch: Hochsensibilität auf Wikipedia)


Bei Newton, Goethe und Friedrich II haben den Forschungs und Entdeckungsdrang gemeinsam. Es sind Wissenschaftler mit dem großen Bedürfnis die Welt zu verstehen. Bei Goethe kennen wir zudem das signifikante Charakteristikum Nahe am Wasser gebaut zu sein. Friedrich sagt über sich selbst, bei Kummer sich einzuschließen und auszuweinen.
Friedrich der Große las als Kind gerne interessante Literatur, allerdings heimlich vor seinem unmöglichen Vater unbemerkt. Er hatte einen ungeheuren Wissensdrang und liebte das Flötenspiel. Was Friedrich absolut nicht abkonnte, war das Tabakskollegium seines Vaters. Es gibt eben für Hochsensible keine peinlicheren und anwidernde Situationen, als stumpfsinnige Gespräche über belanglose sinnlose und geistlose Themen. Friedrich wurde nicht klug und belesen, wegen seines Vaters, sondern trotz Diesem. Gerade der Liebesentzug, bzw. permanentes Mobbing durch Eltern setzten einem Kind derart zu, daß es in der Regel in den Prüfungen des Lebens - hier ist in erster Linie an die Schule, die Freunde, die Akademien und Lehrausbildung zu denken - zugrunde gehen und versagen muß. Nur wenn der Zufall die Prüfungen des Lebens mit dem großen Interesse zusammenbringt, kann ein gewaltiger Erfolg ins Haus stehen. Gerade wegen diesem elterlichen Mobbing ist Friedrich zur Verstellung und Heimlichtuerei genötigt, einmal weil Lesen und Musizieren verboten ist, und weil jede Handlung vom Vater zur Demütigung Verwendung findet. Die Angst vor dem Vater trieb Friedrich gemeinsam mit seinem Freund Katte zur Flucht, welche in Steinsfurt wegen eines abgefangenen Briefes scheiterte, Katte daraufhin geköpft und Friedrich in Küstrin inhaftiert wurde.Ungewollt hatte der Vater Friedrich zur Schauspielerei erzogen - ganz so wie es ein unterdrückender Staat mit seinen Bürgern tut. Friedrich, der sich als Musiker Moralist, Physiker und Mechaniker sieht, lernt erst viel später mit Voltaire einen intellektuellen Gesprächspartner kennen, mit dem ein echter Gedankenaustausch zustande kommt. Sein intellektuelles Gegenteil des stumpfsinnigen Tabakkollegiums wird Sanssouci werden. Vorher wird er sich im Schloß Rheinsberg mit Bildung und Party gemütlich machen, zumal der Kronprinz in Neuruppin als Regimentskommandeur tätig ist. Für Friedrich und jeden anderen Hochsensiblen wird in diesen Gemäuern, und das muß hier mahnend betont werden, nicht die Geselligkeit, sondern die Ruhe als Alleinesein Priorität haben.
Als Harmonie und Gerechtigkeitsbedürftigter lehnt Friedrich die Thesen Machiavellis ab. Für Friedrich sollte ein Fürst nicht mit Lüge und Gewalt herrschen, und ist von einer Legitimation des Königs durch das Volk, statt durch Gott überzeugt. Friedrich weiß, das einstmals das Volk ihren König zum Wohle seiner Selbst in  sein Amt gehoben hat, und dieser somit nicht seinem Egoismus, sondern diesem, seinem Volke, bzw. dem Staat, verpflichtet ist, und daher als dessen erster Diener fungiert. Seine Währung soll Vertrauen und nicht die Gewalt und Angst als Gewaltandrohung sein. Sehen Fürsten ihr Volk bloß als Sklaven, gehen sie, laut dem Antimachiavelli Friedrich, auch verschwenderisch mit diesen in Kriegen um. Versteht sich der Fürst jedoch als Diener des Volkes, so wird er allenfalls notwendige Kriege zur Verteidigung des Volkes führen.  
Der Gerechtigkeitssinn Friedrichs läßt einen Angriffskrieg nicht zu, weil die fremde und die eigene Bevölkerung darunter leidet, und am Ende das Volk als solches der Verlierer ist. Für Friedrich ist nur ein Verteidigungskrieg legitim, doch hier beginnt schon die Frage, ab wann dieser zu führen sei. Sicher treibt Friedrich die Frage um, ob man erst nach dem feindlichen Beschuß, oder bereits in der feindlichen Beabsichtigung des Krieges zur Verteidigung greifen kann. Ebenso könnte ein Verteidigungskrieg verkürzt werden, in dem man schneller als der Feind einen erfolgreichen Angriffskrieg führt und den Feldzug frühestmöglich zu eigenen Gunsten beendet.
Auf dem europäischen Schachbrett gab es seinerzeit drei Personalunionen zwischen deutsch-fremden Staaten. Die älteste war die Habsburgmonarchie, eine Personalunion vom Erzherzogtum Österreich, Königreich Böhmen und Königreich Ungarn. Im Norden haben wir die Kurfürstentum Brandenburg und das Herzogtum Preußen, und dazwischen das Kurfürstentum Sachsen und Königreich Polen/Litauen. Die reichste Provinz der Habsburger war Schlesien und jenes Schlesien ist die Verbindung zwischen Sachsen und Polen. Will man - Friedrich II. - also das starke Habsburg schwächen und einen Aufstieg Sachsen-Polen verhindern, ist eine Eroberung Schlesien langfristig geboten und notwendig.
Stellt man sich die reichen Gedankengänge dieses hochsensiblen Königs vor, so erkennt man die zuendegedachten Schlußfolgerungen, mit dieser er sich 1740 zum Einmarsch nach Schlesien ohne vorherige Kriegserklärung aufmacht. Friedrich braucht keinen kleinkarierten Hof, geschweige kleinkarierte Förmlichkeiten in der Kriegsdiplomatie, da ihm sehr wohl der Umstand bewußt war, das immer die Sieger sich in das moralische Licht setzten und ihre Taten postum legitimieren. Aber diese Scheinheiligkeiten und gekünstelte Entsetzen von Europa und auch Voltaire beeindrucken Jemanden, der die Geschichte kennt, und weiß, daß entweder Preußen oder andere Länder sich auf Kosten fremder Länder vergrößern, nicht.
Und so läßt Friedrich in seinen Schlachten bevorzugt angreifen. Er weiß, daß vor der Bewaffnung und Heeresstärke die Kampfmoral am entscheidensten ist, also ob eine Einheit bei einer bestimmten Verlustquote die Flucht ergreift, oder weiterhin Stand hält. Und Friedrichs Truppe hielten der Übermacht in den Kriegen um Schlesien stand, da sie zwar nicht immer siegten, aber auch eben nur äußerst selten wie Kunersdorf besiegt wurden. Diese Standhaftigkeit Friedrichs machte ihn zu einem Großen seiner Zeit.


Das bis zum heutigen Tag auf die Eroberung Schlesiens herumgeritten wird, verdanken wir nicht minder des zweiten Dreißigjährigen Krieges von 1914-1918 und 1939-1945. Um das de jure Preußen symbolisch abzuschaffen, bemüßigte sich der Alliierte Kontrollrat 1947 zu einem Kontrollratsgesetz, welches ausdrücklich auf dem Militarismus preußischer Prägung herumritt. Während Großbritanien, Frankreich, Spanien, Portugal, Russland, Osmanen, Belgier usw.usf Kriege nach Belieben führen und Menschen und Völker abschlachten, führte der negative Kriegsverlauf zu einer gekünstelten Moralität über die militärischen Erfolge Preussens. Nahum Goldman verwies 1915 auf den friedliebenden Charakter des deutschen-preußischen Militarismus hin, da es hierbei um die Gleichheit und Freiheit aller Bürger eines Staates geht, welcher sich im preußischen Fall zunächst im Militärdienst verwirklichte. Die Währung im Militär ist nicht Gold, Bankguthaben, Adel oder Bauer, sondern Mut, Tapferkeit und Pflichterfüllung (Vertrauen). Preußen selbst ging defacto zur Zeit der Hitlerregierung im System der Gaue auf. So wie man nach der Novemberrevolution keinen Bedarf nach Kleinststaaten, wie im Falle Thüringens war, so war nun auch die riesige Verwaltungseinheit der Republik Preußen unpraktisch geworden.


Was nun die berüchtigte Spottlust Friedrichs betrifft, so ist dies auch, wenn sie friedlich und respektvoll bleibt, seiner Hochsensibilität zuzuschreiben. Man stelle sich eine solche Handlung dergestalt vor, das Friedrich über die alltäglichen Rituale und Verhaltensweisen seiner Mitmenschen stets im Bilde, und somit über diese erhaben war. Der Spott scheint daher mehr eine Beschreibung ihres Tuns zu sein, als bloße geistlose Belustigung. Friedrich wird seine Mitmenschen und sich selbst immer beobachtet und beurteilt haben. Der Spott an sich ist darin die Bestätigung der verstandenen Erkenntnis.
Menschlich verhält sich Friedrich wie ein heutiger Englisch und Denglisch-Schwätzer, in dem er sich vorwiegend Französisch ausdrückt. Er hält Deutsch für eine rückständige Sprache, aus jener noch keine hochwertige Literatur und Wissenschaft hervorging. Die frankophone Überheblichkeit kann man Friedrich sehr wohl vorwerfen, doch ist Französisch gängige Hofsprache und sein mobbender Vater durchgehend deutschsprachig.


Im Fach der Religion wendet sich Friedrich ganz klar gegen jedwede Form der Wunder. Weder als gemeiner Aberglaube, noch als Gottesgeburten und Wiederauferstehungen läßt er einen Eingriff Gottes in die Kausalität der Naturprozesse durchgehen. Deswegen verfällt Friedrich jedoch nicht in den Materialismus des Atheismus, sonder ist sich im deistischem Sinne eines Schöpfers der Naturprozesse bewußt, jedoch nicht eines neben der Natur stehenden Gottes, welcher durch Wunder eingreift und neben Mensch und deren Bedürfnissen leben könnte. Für Friedrich ist ein akausaler Eingriff Gottes in die Welt ein selbiger Unsinn, wie eine ursachelose Schöpfung der Welt ohne Gott. Gott ist für Friedrichs Denken ein reiner Geist, und keine nebenstehende Person welche rächt, eifersüchtig oder strafend sich zur Welt verhält. Anders gesagt, scheint Gott als Geist für Friedrich die Welt selbst zu sein, ganz wie es die idealistische Philosophie später feststellen wird. Für Friedrich ist Gott Geist, und der Geist ist die sich selbst erkennende Vernunft des reinen Denkens - denn alles Verhalten Friedrichs beruhte in dem Wissen von der falschen Begierde, welche dem Geistes-Subjekt ein unangemessenes Objekt anzudichten vermag, aber das nur oberflächliche Falschheit bleibt. Für Friedrich schienen die verschiedenen Religionen und Konfessionen verschiedene Weisen der Gotteserkenntnis zu sein, welche es zu tolerieren gebot, wenngleich der Protestantismus wegen seiner Erkenntnisgewinnung selbstredend eine Stufe höher stand. Aber sagte nicht die deutsche idealistische Philosophie, daß letztlich alle Thesen, Theorien und Religionen immer notwendige Erkenntnisstufen sind? Der Geist erkennt sich, erst als Blitz, als Tier, als Funktionsgott, als externer Geist, als dreifaltiger Begriffsgeist. Der hochsensible Philosophenkönig bediente sich zur Aufklärung und Wahrheitserkenntins stets des Verstandes, und keiner Dogmen, Schläge oder Pslamen.



Samstag, 17. Januar 2015

Ist Allah, Geld oder Volk eine Wahnvorstellung?





Nein, PEGIDA ist nicht rechts oder links. PEGIDA sind kritische Arbeiter, das eigentliche Volk. Wer vertritt denn das Volk? Die etablierten Parteien, einschließlich die Linke, sind fest in das kapitalistisch - imperialistische System des Westens - genauer, der westlichen Geldoligarchie, eingebunden. Kein Kapitalkonzern äußerte seinen Unmut über die Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die Linkspartei in Thüringen. Dank dieser kann mit einen kontinuierlichen Zustrom von verwertbarem Humankapital - getarnt als Flüchtlingszuwanderung - gerechnet werden. Abgesehen von der allgegenwärtigen Vermischung von Einwanderung und Asyl, wäre niemand gegen die Schutzgewährung notleidender Flüchtlinge in Deutschland  in allgemeinen Unterkünften.
Stattdessen wird wieder den einfachen Volk ein schlechtes Gewissen eingeredet, mal Spenden, mehr Solidarität und Toleranz gefordert, während gleichzeitig das globale Kapital seine Milliardengewinne einstreicht, und überhaupt nicht - weil von Pseudolinken nicht gefordert - an die mitverursachte Armut und Elend  in der Welt denkt. Gewiss, nicht jeder Flüchtling ist in wahrer Not, schon gar nicht all jene, die über 5000€ für Gebühren an die Schleuser zahlen können, zumal diese Summe in Entwicklungsländern astronomisch hoch sein dürfte. Man wird auch nicht Immobilien oder Autos verkauft haben, denn in einer allgemeinen Not leiden alle, und eine verbreitete Armut sorgt nicht gerade für Nachfrage, auch in Hinblick auf die, in den Häusern und Gütern lebenden Angehörigen. So kann man mit Recht von einer Diskriminierung der Ärmsten durch das vorherrschende Asylsystem ausgehen.
Folgte man den Mainstream, jegliche Ablehnung einer Massenzuwanderung  zugunsten fester Einwanderungsregeln, bzw. einer vernünftigen Verteilung verschiedener Flüchtlinge auf mehrere Länder wäre Rassistisch und eine typische Forderung der Nazis von Pegida, so könnte man fast der gesamten Erde das Etikett Nazi ankleben. Einwanderungsgesetze in Australien oder sei es die kürzliche Ablehnung Tschechiens zur Flüchtlingsaufnahme - all dies sind keine anderen Vorstellungen der Pegida und Unterstützer. Nein, Masseneinwanderung ändert nichts an der Notlage in den Problemländern, zumal die Weltbevölkerung pro Jahr um 80 Millionen anwächst. Viele Entwicklungsländer könnten längst in ihre eigene Tasche gewirtschaftet haben, hätten alle einen Präsidenten wie Putin. Würde man nun 50 Millionen Menschen nach Deutschland einwandern lassen, könnte man zwar erfolgreich die ethnische Substanz der Deutschen zerstören, aber kein Armut, Hunger und Umweltproblem in den Entwicklungsländern lösen. Es muß allen Arbeitern der Welt zudem klar sein, daß eine Masseneinwanderung auch ein imperialistischer Wille zur dauerhaften Destabilisierung der europäischen Völker ist. Seine Tarnung ist die Humanität, hinter dieser der Geist, der Vernichtung völkischer Vertrauensbande steht. Der Dalei Lama weiß, das die Ansiedlung von Han-Chinesen ein kultureller Völkermord ist - eine Aussage die ihn als Deutscher in Deutschland zu einen Nazi machen würde. Haben nicht die europäischen Kolonialmächte mit dem Lineal Grenzen ohne Rücksicht auf die Völker Afrikas gezogen? Haben die westlichen Imperialisten die Völker nicht zerstückelt, durch Einwanderung verfremdet und ihre Substanz zerstört? Sollten sich die afrikanisch, australisch und amerikanischen Urvölker nicht endlich bei den westlichen Geldfürsten für die bunte Vielfalt ihrer künstlichen Staatsnationen bedanken?




Neulich fragte man mich süffisant in einer Kommentarliste, was denn ein europäisches Volk eigentlich sei, und der nächste betitelte meine Äußerung als “Völkisch”. Dies bewog mich hier eine umfassende Antwort und allgemeine Erklärung zu formulieren.


Der heute vorherrschende Gedanke, der Begriff des Volkes wäre ein Hirngespinst und eine Wahnvorstellung vergangener Zeiten, impliziert eine abstruse Vorstellung, alles, was man nicht anfassen könne, gäbe es somit nicht wirklich. Warum sollte aber der Begriff Allah, Jahwe und das Geld realer sein als der Volksbegriff, welchen man als völkisches Gedankengut zu verneinen gedenkt? Im Gegensatz zum Dreifaltigkeitsbegriff, welcher Mensch und Gott, Natur und Geist, im heiligen Geist vereint ist Jahwe und Allah zwar auch Geist, aber ein für sich Seiender, Extern, getrennt vom Menschen - bei uns landläufig als Gespenst vorgestellt. Die Vorstellung, das Gott nicht Mensch, sondern einzelnes Gespenst wäre, kommt einer Wahnvorstellung ungemein näher, ebenso der Glaube an den inneren Wert des Geldes - das Gold, Münzen und Papierscheine tatsächlichen Wert besäßen - welcher tatsächlich einem kollektiven Wahn gleichkommt.


"Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit – ein Fortschritt, den wir in seiner Notwendigkeit zu erkennen haben. Mit dem was ich im allgemeinen über den Unterschied des Wissens von der Freiheit gesagt habe, und zwar zunächst in der Form, daß die Orientalen nur gewußt haben, daß Einer frei, die griechische und römische Welt aber, daß einige frei sind, daß wir aber wissen, alle Menschen an sich, das heißt der Mensch als Mensch sei frei, ist auch zugleich die Einteilung der Weltgeschichte." (S. 61) Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (1837)

Angewandt auf die heutige Situation: Im Islam soll nur Allah als frei gelten, im kapitalistisch-imperialistischen Westen (USA-NATO-EU) die Geldbesitzer, und im Abendland herrscht die Erkenntnis, daß ein jeder frei sein solle.


Die Frage, was ein Volk ist, muß nicht zwangsweise immer durch das Abstammungsprinzip beantwortet werden. Ein Volk ist eine Toleranzgemeinschaft zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, was sich durch die allgemeine Nächstenliebe begründet.
Der Begriff des Rechts als Gesellschaftsbegriff ist in der Sphäre der Gemeinschaft als Intoleranz zu übersetzten. Das Recht oder die Intoleranz kann freiwillig durch die Rechtssubjekte in Gaben, bzw. Toleranz zum Nutzen der Schwachen einer Gemeinschaft umgewandelt werden. Hierbei ist zu beachten, daß eine erzwungene Toleranz eben keine Toleranz, sondern ein Raub ist.
Wenn Liebe als Begriff nichts anderes als eine positive Diskriminierung ist, bzw. die Unterscheidung aller Menschen in Bevorzugte und Benachteiligte, ist es der Liebe, bzw. Diskriminierung daran gelegen, zu wem man sinnvoll und Zweckmäßig Tolerant und Hingabefähig ist. Güter, Dienstleistungen, Ideen und Erdoberfläche sind nicht ewig und unendlich zu verschenken, wodurch jedes Rechtssubjekt zur Diskriminierung genötigt wird, wem es seine Toleranz zuteil werden lassen soll.
Da nun im Einzelnen die zwischenmenschliche Liebe auf dem gegenseitigen Prinzip besteht, denjenigen zu lieben, welcher die Liebe ebenso stark erwidert, bildet die die Liebe zwischen zwei Menschen den Grundstein aller Gemeinschaften, wobei jene zwischen Mann und Frau unermüdlich in das Abstammungsprinzip mündet. Die Eltern realisieren ihre Liebe/Diskriminierung in der Liebe zu ihren Kindern, und die Kinder ihre erste Liebe/Diskriminierung zu den Eltern und Großeltern. Die größten auf der Erde existierenden Toleranzgemeinschaften sind Aufgrund der Abstammung, Sprache und Kultur die Völker.
Kultur ist nicht einfach ein Austauschbares Anhängsel, sondern ist in wesentliche und unwesentliche Kultur zu unterscheiden. Die unwesentliche Kultur kann menschliches Verhalten regulieren und ändert sich ständig. Die wesentliche Kultur ist die absolute Moralvorstellung über den Wert des Menschen. Weiß z.B. eine Kultur den Menschen frei und ist an dessen Freiheit interessiert, so weiß der Orientale seinen Herrscher frei, bzw. der Muslim nur Allah als einzigen Freien seiner Kultur. Nach Hegel hat der germanische Freiheitsbegriff im Christentum seine theologische Verortung gefunden, in welchen die Freiheit und Gleichheit der Menschen voll zum Tragen kam. Das Morgenland ist der Ort, nur den Herrscher als frei, bzw. im Islam und Judentum nur Allah und Jahwe als frei zu wissen. Somit lebt der Geist des Abendlandes sogar in seinem säkularisierten Stadium ohne religiösen Ballast weiter, da dieser Begriff eine feste Säule der europäischen Kultur bildet.  Man könnte auch sagen, das Christentum ist ein germanisches Exportgut im Morgenland, wo es auf den von den Juden vorgestellten Begriff Gottes als Geist traf. So wurde es nötig, die exklusive Freiheit Jahwes zugunsten aller Menschen im Dreifaltigkeitsbegriff zu reformieren. Hier ist wichtig zu beachten, daß Freiheit im germanischen Sinn nicht mit dem Machen-was-man-will der antiken Sklavenhaltergesellschaften verwechselt werden darf, da es Georg Wilhelm Friedrich Hegel exakt auf Unabhängigkeit festlegte. Diese Unabhängkeit verneint auch dem größten Herrn die Freiheit, da dieser von seinen Knechten abhängig ist, und Freiheit genau auf das Eigentum von Arbeitskraft, Arbeitsmittel und Boden festgelegt wurde. Übersetzt auf die Volksebene ist dessen Freiheit das Eigentum von Handlungskraft (Staatsvolk), Handlungsmittel (Staatsgewalt) und Boden (Staatsgebiet).


Die nun sich auftuende Frage, wozu es überhaupt allgemeine Kultur, Sprache und Liebe bedarf, kann mit dem  Begriff des Vertrauens, bzw. der Glaube an die Friedfertigkeit der Mitmenschen, beantwortet werden. Das Vertrauen ist die ureigene soziale Währung, um welche sich die kulturelle Verhaltensweisen als Symbole aufbauen. Verschiedene, in Gesellschaft tretende Gemeinschaften erfanden das Geld als Symbol ihres Vertrauens - innerhalb einer Gemeinschaft wie Familie und Volk genügt eine Geste, Blick und Wort.