Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Heimat von Nikolaus

Die BRD Medien finden es ab und zu ganz schick auf die türkische Heimat des Nikolaus von Myra hinzuweisen.
Über den heiligen Nikolaus sagt man, er habe eine Schiffsladung Korn wundersam vermehrt, und ein am 6.12. von Arabern entführtes Kind am 6.12. des darauffolgenden Jahres zurückgebracht. Insbesondere gelang es ihm wohlhabende Juden zum Christentum zu bekehren, ohne diese als Person anzugreifen. Die Juden, einmal reich und im Finanzwesen tätig, werden Opfer christlicher Diebe und Betrüger, also gerade von unchristlichen Verhalten angegriffen. Die Kritik zielt an die Religion ohne zusätzlich etwas hineinzuinterpretieren, und trennt sauber Volk von Religion.
Das Wirken des heiligen Nikolaus wurde in Deutschland durch die byzantinische Ehefrau Königs Otto II im 10. Jh. bekannt.
Der einzelne Arbeiter arbeitet für seine Bedürfnisse und tauscht auf dem Markt Überschüsse gegen Unterschüsse. Ebenso arbeitet und tauscht die einzelne Familie und das selbstbestimmte Volk gleichermaßen. Sobald aber der Staat der Herrschaft der Großgrundbesitzer und Kapitalisten erlegen ist, dann ist das eigene Volk gleichgültig und austauschbar, in dem Sinne, daß die Herren und der Staat nun Fremdarbeiter aus fernen Ländern anwerben oder erbeuten. So konnten ab 800 die arabischen Kalifen massenweise junge Türken gefangen nehmen, und diese als Militärsklaven erziehen und ausbilden. Mit diesen konnten sie sowohl im Inneren als auch im Äußeren, besonders gegen Byzanz, ihren Willen zur Macht durchsetzen. Der Wille der Sklaven frei zu sein, realisiert sich langsam in dem diese nun selbst Generale wurden und selbstbewußt durch ihre Militärmacht im Kalifat die Machtfragen entschieden. Versiegte die Sklavenversorgung mußte man dann ganze Clans anwerben, oder der Familiennachzug tat sein übriges. Anfangs ordentlich besoldet, erhielten sie ihren Lohn durch Plünderungen und später durch Land zum siedeln.
Im Vielvölkerstaat Byzanz waren die Völker Mittel zum Zweck fremder Mächte, welche nach dem Teile und Herrsche Prinzip gegenseitig bekriegt wurden. Byzanz nahm Völker, Stämme und Privatkämpfer in Sold, und griff Schlußendlich auch auf Türken zurück, die nunmehr als Gastarbeiter für das Militär Dienst taten. Dies war nötig, da im benachbarten arabischen Orient die Türken unter dem Clanvater Seldschuk die Macht an sich rissen  und 1055 einen eigenen expansiven Staat gründeten.
Ich schreibe hier von Clan statt von Stamm und Volk, da es bei den Nomaden keinen Sinn macht sie in Völkern aufzuteilen. Unter einen Vater entwickeln sich Großfamilien zu Clans, welche andere Nomaden oder Bauernvölker abziehen und  abschlachten, Vergewaltigen oder als Sklaven gebrauchen und verkaufen. So kommt es unter ihnen zu keiner echten Ethnogenese, was dazu führte das Türken und Mongolen, nach ihrer westlichsten und östlichsten Erscheinung der Turkmongolen definiert werden. Eine wirkliche Unterscheidung ist weder Ethnisch noch Sprachlich möglich.
Als Byzanz 1071 im Krieg gegen die Seldschuken türkische Petschenegen, Oghuzen und natürlich auch seldschukische Einzelkrieger einsetzte, liefen diese in der Schlacht von Manzikert zum Feind über. Einmal weil im Vielvölkerstaat Byzanz alle Völker austauschbar sind und man Verrat und Gleichgültigkeit satt hatte. Andererseits können sie auch aus Verbundenheit zu ihren türkischen Brüdern übergelaufen sein. In Byzanz tobte daraufhin ein Bürgerkrieg, in welchen alle Parteien mal wieder auf türkische Söldner zurückgriffen, und diese am Ende durch Land in Anatolien entlohnten. 1081 war Anatolien türkisch, die Seldschuken immer stärker, und man bat den Papst zu Hilfe, der darauf 1096 den ersten Kreuzzug in Gang setzte.
Der Seldschukenstaat ist wie fast der ganze Orient 1259 von den Mongolen erobert worden. Nur der ägyptische Mamelukenstaat konnte sich gegen die Mongolen behaupten, ein Staat, dessen Herren man einst als türkische Militärsklaven ins Land importierte.  Aus dem Trümmern des Seldschukengebietes tat sich ab 1300 der türkische Osmanclan hervor, dessen Eroberungsgier bereits 60 Jahre später die Einkreisung von Byzanz zur Folge hatte. Während Europa im Westen den Isalm von der Iberischen Halbinsel drängte, wurde es im Osten von den Osmanen attackiert. 1402 eroberten die Osmanen den Balkan und 1453 Konstantinopel. 1529 und 1683 belagerten sie die deutsche Hauptstadt Wien. So wie die Türken einst als Sklaven oder Söldner in den Orient eingeschleppt wurden, besorgten sich nun die Osmanen Militärsklaven, welche wir als Janitscharen kennen. Auch hier war wieder der Herr von den Knechten abhängig, denn die Janitscharen bestimmten durch ihre Militärmacht den Einsatz der Sultane mit.