Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Heimat von Nikolaus

Die BRD Medien finden es ab und zu ganz schick auf die türkische Heimat des Nikolaus von Myra hinzuweisen.
Über den heiligen Nikolaus sagt man, er habe eine Schiffsladung Korn wundersam vermehrt, und ein am 6.12. von Arabern entführtes Kind am 6.12. des darauffolgenden Jahres zurückgebracht. Insbesondere gelang es ihm wohlhabende Juden zum Christentum zu bekehren, ohne diese als Person anzugreifen. Die Juden, einmal reich und im Finanzwesen tätig, werden Opfer christlicher Diebe und Betrüger, also gerade von unchristlichen Verhalten angegriffen. Die Kritik zielt an die Religion ohne zusätzlich etwas hineinzuinterpretieren, und trennt sauber Volk von Religion.
Das Wirken des heiligen Nikolaus wurde in Deutschland durch die byzantinische Ehefrau Königs Otto II im 10. Jh. bekannt.
Der einzelne Arbeiter arbeitet für seine Bedürfnisse und tauscht auf dem Markt Überschüsse gegen Unterschüsse. Ebenso arbeitet und tauscht die einzelne Familie und das selbstbestimmte Volk gleichermaßen. Sobald aber der Staat der Herrschaft der Großgrundbesitzer und Kapitalisten erlegen ist, dann ist das eigene Volk gleichgültig und austauschbar, in dem Sinne, daß die Herren und der Staat nun Fremdarbeiter aus fernen Ländern anwerben oder erbeuten. So konnten ab 800 die arabischen Kalifen massenweise junge Türken gefangen nehmen, und diese als Militärsklaven erziehen und ausbilden. Mit diesen konnten sie sowohl im Inneren als auch im Äußeren, besonders gegen Byzanz, ihren Willen zur Macht durchsetzen. Der Wille der Sklaven frei zu sein, realisiert sich langsam in dem diese nun selbst Generale wurden und selbstbewußt durch ihre Militärmacht im Kalifat die Machtfragen entschieden. Versiegte die Sklavenversorgung mußte man dann ganze Clans anwerben, oder der Familiennachzug tat sein übriges. Anfangs ordentlich besoldet, erhielten sie ihren Lohn durch Plünderungen und später durch Land zum siedeln.
Im Vielvölkerstaat Byzanz waren die Völker Mittel zum Zweck fremder Mächte, welche nach dem Teile und Herrsche Prinzip gegenseitig bekriegt wurden. Byzanz nahm Völker, Stämme und Privatkämpfer in Sold, und griff Schlußendlich auch auf Türken zurück, die nunmehr als Gastarbeiter für das Militär Dienst taten. Dies war nötig, da im benachbarten arabischen Orient die Türken unter dem Clanvater Seldschuk die Macht an sich rissen  und 1055 einen eigenen expansiven Staat gründeten.
Ich schreibe hier von Clan statt von Stamm und Volk, da es bei den Nomaden keinen Sinn macht sie in Völkern aufzuteilen. Unter einen Vater entwickeln sich Großfamilien zu Clans, welche andere Nomaden oder Bauernvölker abziehen und  abschlachten, Vergewaltigen oder als Sklaven gebrauchen und verkaufen. So kommt es unter ihnen zu keiner echten Ethnogenese, was dazu führte das Türken und Mongolen, nach ihrer westlichsten und östlichsten Erscheinung der Turkmongolen definiert werden. Eine wirkliche Unterscheidung ist weder Ethnisch noch Sprachlich möglich.
Als Byzanz 1071 im Krieg gegen die Seldschuken türkische Petschenegen, Oghuzen und natürlich auch seldschukische Einzelkrieger einsetzte, liefen diese in der Schlacht von Manzikert zum Feind über. Einmal weil im Vielvölkerstaat Byzanz alle Völker austauschbar sind und man Verrat und Gleichgültigkeit satt hatte. Andererseits können sie auch aus Verbundenheit zu ihren türkischen Brüdern übergelaufen sein. In Byzanz tobte daraufhin ein Bürgerkrieg, in welchen alle Parteien mal wieder auf türkische Söldner zurückgriffen, und diese am Ende durch Land in Anatolien entlohnten. 1081 war Anatolien türkisch, die Seldschuken immer stärker, und man bat den Papst zu Hilfe, der darauf 1096 den ersten Kreuzzug in Gang setzte.
Der Seldschukenstaat ist wie fast der ganze Orient 1259 von den Mongolen erobert worden. Nur der ägyptische Mamelukenstaat konnte sich gegen die Mongolen behaupten, ein Staat, dessen Herren man einst als türkische Militärsklaven ins Land importierte.  Aus dem Trümmern des Seldschukengebietes tat sich ab 1300 der türkische Osmanclan hervor, dessen Eroberungsgier bereits 60 Jahre später die Einkreisung von Byzanz zur Folge hatte. Während Europa im Westen den Isalm von der Iberischen Halbinsel drängte, wurde es im Osten von den Osmanen attackiert. 1402 eroberten die Osmanen den Balkan und 1453 Konstantinopel. 1529 und 1683 belagerten sie die deutsche Hauptstadt Wien. So wie die Türken einst als Sklaven oder Söldner in den Orient eingeschleppt wurden, besorgten sich nun die Osmanen Militärsklaven, welche wir als Janitscharen kennen. Auch hier war wieder der Herr von den Knechten abhängig, denn die Janitscharen bestimmten durch ihre Militärmacht den Einsatz der Sultane mit.







Montag, 29. November 2010

Diskriminierung

Ein benötigtes Produkt, als Mittel für weitere Zwecke der Arbeit, wird in einer bestimmten Weise und normierten Zustand gewollt und nicht anders. Dient dieses nicht den benötigten Zweck, ist es Nutzlos und wird gemieden. Ein weiteres Unterscheiden und Abwerten des Schlechten – sprich Diskriminierung – kann nicht nur im Ziel des gewünschten Artikels liegen, sondern zudem in der Arbeitsweise – dem Weg. Man sieht also wohl, daß der Wunsch nach einen bestimmten Produkt, alle unangemessenen Arbeiten und Herstellungsmethoden diskriminiert. Je mehr die Arbeit des Arbeiters vom Auftraggeber, oder dem Arbeiter als Auftraggeber, sowie letztlich vom Zweck selbst Diskriminierung erfährt, muß die Leistung in das Gut erhöht, und seine Qualität gesteigert werden. Die Qualität der Güter kann in das Unendliche gesteigert werden, ebenso die Kultur des Arbeitsweges selbst.
Der Bereich der Bildung kennt ebenso ein richtiges Wissen, und die Diskriminierung des falschen Wissens. Das Wissen ist absolut richtig oder absolut falsch. Die ganze Welt diskriminiert jeden der meint das 1 und 1 3 sei, jedoch um so komplizierter und undurchschaubarer der Sachverhalt ist, also unter Laien nicht mehr gewußt sondern geglaubt wird, oder verschiedene Wissenschaftler unterschiedliche Ergebnisse erzielen, entstehen auch verschiedene Wissen, die sich gegenseitig diskriminieren.
Erziehung, als allgemeine Arbeitskrafterzeugung, erstrebt willige, fleißige und schlaue Arbeiter. Dieses Ideal bedingt auch sogleich die Diskriminierung der Unwilligen, Faulen und Dummen, aber auch der schlechten Erzieher, insofern sie hierfür verantwortlich waren. Bei genetisch bedingten Behinderungen ist der Erzieher wohl nicht verantwortlich, aber diskriminiert wird die Zeugung überhaupt, sobald technische Mittel zur Früherkennung und Verhinderung vorhanden sind. Besonders wird dies deutlich unter dem Aspekt der höchsten Produktion, der abermaligen Herstellung der Arbeitskraft. Der erzeugte und erzogene soll ja wieder zeugen und erziehen, woraus es in der Partnerwahl zugleich auch auf seine Schönheit und Geschmack ankommt, in dem Sinne, daß die Schönheit ein Anzeichen der Arbeitskraftqualität ist. Auch wird ein Gegner von vorgeburtlicher Selektion in seinem Amt als Führungspersonal eines Betriebes trotzdem mindere Leistung konsequent diskriminieren, was insofern verwundert, da dieser doch nach perfekten Arbeitern mit perfekten Leistungen strebt, und das Arbeitergrundgesetz - Wer nichts macht, macht nichts verkehrt – vergißt. Die Partei der Arbeitskraft ist daher seit jeher an der Verbesserung ihrer Substanz interessiert. [Zuerst! 10/2010 SPD-Genetiker]
Unter Anwendung der Gewalt im Kampfe haben wir es mit der unmittelbaren Diskriminierung zu tun, in dem der Sieger bevorzugt und der Verlierer benachteiligt wird. Die Arbeit der Gewalt verlangt gnadenlos das richtige Tun, und sortiert die Schlauen von den Dummen, die Fleißigen von den Faulen, aber auch die Mutigen von den Feigen. Es gehört zum Prinzip der Gewalt das falsche Arbeitsweisen im Kampf diskriminiert werden, selbst wenn der Wille, aber keine Stärke vorhanden ist.
Der gesellschaftliche Verkehr lebt von der Diskriminierung aller Nichteigentümer, im Sinne der Definition von Eigentum als persönliche Intoleranz. Die gegenseitige Akzeptanz der Diskriminierung ist die Anerkennung. Während des Warentausches diskriminiert der Preis arme Käufer und Verkäufer. Verkäufer der Arbeitskraft sind im System des Kapitals durch Arbeitsmittel und Bodeneigentümern diskriminiert, und veranlaßt die Menschenwürde vor dem Werkstor abzugeben.
Die Frage nach der gerechten Verteilung und Anerkennung von Rechten ist die Moral. Hier wird nun das jeweilige Unmoralische des Anderen diskriminiert und unterdrückt. Idealerweise ist diese Diskriminierung Rache, welche jedoch selber Unrecht ist. Im Wettlauf um die richtigste Moral, obsiegen jene, die von der Allgemeinheit einen Rechtsverzicht – Toleranz – Diskriminierungsentsagung fordern, gegenüber denen, die ihr Recht, als Diskriminierung der Nichteigentümer, behalten wollen. So ist der Gutmensch, als Forderer des Weltbesten für alle Menschen ohne Eigenleistung, als Hochmoralist von Gott legitimiert alle anderen schlechten Moralien zu diskriminieren.
Die Anhänger der selben Moral, die in ihrer Gruppe falsche Moral diskriminieren, und sich daher vertrauen, bilden zusammen eine Kultur der Freundschaft. Verhalten, Moral und Wertvorstellungen einer Kultur verbieten notwendig jegliche anderen Verhalten, Moralien und Werte. Da sich die Gebote der Kulturen gegenseitig ausschließen ist jede Kultur definiert durch das Verbot, bzw. die Diskriminierung aller Fremdkulturen. In der höchsten Vertrauensstufe, der Liebe, diskriminiert die Frau alle anderen Männer vor ihren Mann, welcher ebenso nur seine Frau bevorzugt und andere Frauen benachteiligt. Die Eltern bevorzugen ihre Kinder und benachteiligen andere Kinder, wie die Kinder nur ihre Eltern bevorzugen. Die Bevorzugung der verwandten Familien untereinander führt zur Entstehung der Dorfsippe, und die Bevorzugung aller verwandten Dörfer zum Gau. Die verwandten Gaue bilden so einen Stamm, welche ihrerseits alle verwandten Stämme bevorzugen und fremde benachteiligen, woraus am Ende das Volk, in dem sich die Volksgenossen der einen Kultur bevorzugen, entsteht. Erst durch diesen Ausschluß von fremden Kulturen wird Toleranz und Unterstützung der Schwachen möglich, da Toleranz zu allen Erdmenschen gleichgültige Inflationierung der Toleranz bedeutet, und Liebe nur da ist, wo eben nicht alle gleich und austauschbar behandelt werden. Liebe ist Bevorzugung der im Geiste ununterscheidbaren, die sich im Anderen erst selbst erkennen.
Die nun herrschende Diskriminierung des Fremden ermöglicht aus Liebe in der Gemeinschaft Toleranz. Auf die Einhaltung der Gebote einer Kultur vertrauen alle gleichermaßen. Auf die Enttäuschung des gemeinsamen Versprechens die Gebote zu befolgen, reagieren die Gemeinschaftsgenossen mit abwertender Diskriminierung. Gemeinschaft ist Zweck der gegenseitigen Bevorzugung und Unterstützung der schwachen Gruppenteile.
Neben der technisch bedingten Maß- und Fertigungstoleranz, tolerieren Endverbraucher und Auftraggeber Produktabweichungen. Ist der Arbeiter willig aber schwach, so ist Hilfe in der Werkshalle geboten. Den Unwissenden ist mit Geduld aber helfender Lehre zu begegnen. Die Gemeinschaft hilft den Arbeitseingeschränkten und Unfähigen im Vertrauen nicht selbst ausgenutzt zu werden - der Gemeinschaftsbegriff schließt im Hinblick auf das Vertrauen das heimtückische Ausnutzen von selbst aus.
Toleranz im Gewaltbegriff ist Gnade. Das Recht ist definiert als Intoleranz, und nur der freiwillige Verzicht auf ein Recht, wenn die Personen eine Gemeinschaft bilden, ist Toleranz. Diese kann nicht gezwungen und vorgeschrieben werden, weil dann ist es keine Toleranz, sondern Verbrechen, da Toleranz eben auf Liebe und Gemeinschaftssinn beruht.
Da es den Menschen als natürliches Objekt nicht gibt, finden sich seine Erscheinungsformen als Mann und Frau in der Liebe. Auch da dies erst den Germanen bekannt ist, haben die Asiaten nur den Mann als freies Selbst gekannt. Die Juden kannten vormals auch die Frau in Gestalt von Lilith als freies Selbst, haben dies aber aus der Thora gestrichen und eine unterwürfige Eva eingeführt.
Der Moralbegriff, der sich zum Wohl für die Gemeinschaft wandelt, muß zu Einer Allgemeingültigkeit des Staates kommen. Die Gebote einer Kultur werden in diesen zum Gesetz festgeschrieben. Das Verbrechen der Rache wird durch die Strafe ersetzt. Der gesunde Staat bevorzugt das Staatsvolk und benachteiligt Fremde. Um die heimische Wirtschaft zu bevorzugen erhebt er Zölle oder bei bedarf Einfuhrhilfen. Volksnützliche Waren und Verhalten werden durch Subventionen gefördert und Gemeinschaftsschädliche Waren und Verhalten durch Steuern unterdrückt. Der Staat ist der Diskriminator des Bösen. Die Verhalten der Bürger werden durch Gesetze gefordert und unterbunden, untermauert durch die versprochene Strafen und Bußen, welche den Gesetzesbrecher diskriminieren sollen.  Staaten mit Antidiskriminierungsideologie scheuen sich vor der Tatsache, das Gesetze Bürger bevorzugen (Subvention) und benachteiligen  (Steuer). Deren Gesetze kennen besonders viele Ausnahmeregelungen, die, weil diese abermals bevorzugen und benachteiligen, schlecht unendlich neue Ausnahmen hinzuerfinden können.
Aufgrund der Kulturgebote weiß die Gemeinschaft was richtig und falsch ist. Hierauf aufbauend weiß sie nun was schön oder häßlich ist, und erschafft die ihr eigene Kunstkultur, in der sie ihren Geist zur Anschauung bringt.
Nun sind aber auch alle Kulturen Resultat und praktische Anwendung der jeweiligen Religionen bzw. Gottesvorstellungen, in welchen definiert ist, was Gut und Böse ist. Entkleidet man eine Religion von allen kulturellen Handlungsanweisungen, so erhält man den inneren Gottesbegriff, der von Religion zu Religion verschieden und daher nicht austauschbar ist. Die Religionen unterscheiden sich darin, in wie weit sie den wahren Begriff von Gott erkannt haben, und wer der Meinung ist die Wahrheit über Gott zu wissen, muß den Anhängern fremder Religionen klar sagen das diese falsch liegen, also den Gottesbegriff verfehlen. Denn so, wie sich die Gemeinschaft eine Vorstellung von Gott gibt, hat sie auch eine Vorstellung vom Menschen, und wie dieser zu behandeln ist. Wer wie die Geistreligionen vom geistigen Wesen Gottes ausgeht, geht auch von einen geistigen Wesen des Menschen aus. Wenn Juden und Mohammedaner Gott und Mensch getrennt denken, in welchen der Mensch austauschbar und minderer bewertet erscheint, erklärt sich darin die moralische Verfassung dieser Religionen. Die Idee, Gott und Mensch als Einheit zu denken, und den wahren Gottesbegriff erfaßt zu haben, sollte die Christen eine ablehnende Haltung zu schlechteren Religionen verpflichten.
Zu jeder Bevorzugung gibt es Benachteiligungen und umgekehrt. Positive und Negative Diskriminierungen finden stets gemeinsam statt. Der Unterschied besteht nur in der Nennung der Diskriminierung, ob hierin die Bevorzugten oder benachteiligten Erwähnung finden. So ist es ebenfalls Diskriminierung, wenn die natürlich benachteiligten plötzlich bevorzugt werden, da nun gleichfalls jemand benachteiligt werden muß. Was die künstliche Bevorzugung jedoch nicht kann, ist das Tolerieren des Diskriminierten.
Jede menschliche Kultur, als Ge- und Verbote, ist definiert als Verbot aller Fremdkultur, bzw. Diskriminierung anderer Ge- und Verbote. Aus diesem Grunde kann eine Multikultur überhaupt keine Kultur sein, da in ihr nichts diskriminiert wird. Die einzige Kultur in der Multikultur ist das Diskriminierungsverbot, das Diskriminierer benachteiligt und Nichtdiskriminierer bevorzugt, weil sie Diskriminierer benachteiligen. Das Diskriminierungsverbot ist das allgemeine Kulturverbot auf dem Weg zurück in die Multikultur, die keine Kultur ist, sondern ihr Totengräber.

Montag, 1. November 2010

Der Verfassungskreislauf

Die Arbeitsteilung im Staat soll nach Platon sich an der Seele orientieren. Er unterscheidet den Nährstand (Produktivität), den Wehrstand (Destruktivität) und Lehrstand (Genialität), also Arbeit Gewalt Kunst, Bildung Politik Religion, oder Erziehung Liebe und Philosophie. Der Mut des Wehrstandes soll die Triebhaftigkeit des Nährstandes zügeln, jedoch werden beide von der Vernunft des Lehrstandes geleitet.

Da Platon nach dem ochlokratischen Urteil gegen Sokrates nicht viel von Demokratien hielt, favorisierte Aristoteles jene um so mehr. Für diesen Hort der Freiheit definierte er drei Bedingungen: Autochthonie (Liebe + Gemeinschaft), Autonomie (Freiheit) und Autarkie oder Selbstvölkisch statt Fremdvölkisch, Selbstbeherrscht statt Fremdbeherrscht und Selbstversorgend statt Fremdabhängig.

Die Herrschaft selbst wird von Platon, wie auch später bei Aristoteles und Polybios, als Kreislauf der Verfassungen beschrieben. Auf die Monarchie folgt die Aristokratie, und auf ihr die Demokratie. Das System ist allerdings im verfeinerten Zustand in der Lage, die Verfassungen der Eigennützigen zu beschreiben: Tyrannis, Oligarchie und Ochlokratie. Der Grund für das Umschlagen der Gemeinnützigen Verfassungen in Eigennützige, liegt wohl in der Tatsache des Amtes zu finden, da die Personalien eines Amtes austauschbar sind. Der Amtsinhaber soll und muß daher stets auf Machterhalt bedacht sein, auch wenn er noch so Gemeinnützig sei, jedoch ist seine Volksliebende Gesinnung ohne dieses Amt nichts wert. Weiter ist der Verfassungskreislauf beschreibbar als Herrschaft des Besten, der Besten und der Durchschnittlichen. Monarch und Tyrann sind sehr wohl beide die Besten, ebenso sind Aristokraten und Oligarchen die Besten, denn es macht keinen Sinn einen Oligarchen seine Qualitäten abzusprechen. Er hat die größte Befähigung, über Leichen gehend, sich auf Kosten der Anderen zu bereichern, nur der Adel – Edele – Aristokrat nutzt sein Können zum Wohl des Volkes. Der Ochlokrat bereichert sich zwar ebenso, ist hierbei aber weniger geschickt als Tyrann und Oligarch, da seine Fähigkeiten dem Durchschnitt zugeordnet sind.

Im Begriff der Vernunft ist Ich definiert als Einheit von Allgemeinheit und der Besonderung in Gegenstände, und das allgemeine Selbstbewußtsein ist Volk in den Volksgenossen besondert, daher ist der Einzelmensch Einheit beider, also besonderer Volksgenosse und ganzes Volk. Da Völker keine Transportwerkzeuge sind, in denen Menschen hinein und herausgenommen werden können, auch keine Rohstoffe, im Sinne, daß Menschen Teile hiervon wären, sondern Geist sind, ist auch der Herrscher wie jeder Einzelne bereits das ganze Volk. Dies ist sein Allgemeines Moment, welches sich in diesen Einzelnen besondert, und daher ist ein Monarch Volk und Amt zugleich, bzw. Volks- und Amtliebend. Gerät dies aus dem Gleichgewicht, und jede Besonderung ist der Begriff des Bösen, dann schwindet die Volksliebe und die Amtsliebe allein wandelt den Monarchen in den Tyrann, den Aristokraten in den Oligarchen und den Laokraten in den Ochlokraten.

Aus der Wandlung der Monarchie in eine Tyrannis entsteht die Forderung die Macht zu teilen und eine Aristokratenherrschaft zu etablieren. Wandelt sich jene in Oligarchie, ruft das Volk nach eigener Macht, daher Demokratie oder besser gesagt, Laokratie. Wenn diese nun auch zur Ochlokratie verkommt, wird wieder die Forderung nach dem Besten Volksliebenden laut, und in der Monarchie schließt sich der Verfassungskreislauf.

Nach Polybios ist der Verfassungskreislauf bei den Römern durch eine stabile Mischverfassung ersetzt worden. In diesen ist das Konsulat Träger des monarchischen Prinzips, der Senat die Aristokratie und die römischen Bürger Träger der Demokratie. Die Regierungsformen sind bei näherer Sicht Verhältnisse, da schon die athenische Demokratie sich nur auf die Freien bezog, und jene im Bezug zu den Sklaven daher vielmehr als Aristokraten – oder besser dank des Standes – Oligarchen seien.
Gewaltenteilung ist herrschaftliche Arbeitsteilung, denn Herrschaft verlangt zunächst vom Herrscher jeden Knecht für jede Handlung einen Befehl zu erteilen. Dieses unmögliche Vorhaben wird durch Gesetzherstellung ersetzt, muß allerdings kontrolliert und mit Gewalt (Exekutive) durchgesetzt werden.
Das mittelalterliche Lehnswesen ist eine Form der Arbeitsteilung, in dem die Grafen selbstständig ihr vom König übergebenes Lehen regieren. Die gräflichen Beamten bildeten daher einen aristokratischen Stand zum Monarchen, aber begannen auch zugleich die Zentralmacht des Königs anzugreifen, und Stück für Stück dessen Macht zu untergraben, bzw. gegen das Allgemeine für ihr Amt zu regieren. So entstand eine fürstliche Oligarchie welche das Heilige Römische Reich deutscher Nation Jahrhunderte lang lähmte.
Im modernen Staat bildet das Volk das Demokratische Element, welche ihren Klassenvertreter im Parlament, ihren Aristokraten, wählen. Das Staatsoberhaupt, der Monarch, ernennt und entläßt die Regierung, welche die vom Parlament erlassenen Gesetze kontrolliert und durchsetzt. Hier kann eine Oligarchierung des Parlaments einsetzen, sobald die einstigen Klassenparteien zum Amtsliebenden Selbstzweck als Volksparteien mutieren. Im schlimmsten Fall, wenn nicht das Staatsoberhaupt, sondern das Parlament die Regierung wählt, verfestigt sich die Macht der Parteien trotz aller Gewaltenteilung im Parlament und Regierung. Trotz aller Beteuerungen, stets gegen Diktatur zu sein, sitzt die Partei in sämtlichen Ämtern, des Parlaments und der Regierung, und nebenbei bemerkt, beruft diese die „unabhängige“ Richterschaft zum Amt.
Gänzlich abwegig ist die Diskreditierung des Populismus. Dieser ist ein Grundpfeiler der Demokratie, und man gewinnt mehr Wählerstimmen mit einen flotten Spruch als mit komplizierten Abhandlungen. Wer blühende Landschaften verspricht gewinnt mehr Stimmenanteile als Warner vor einem 1:1 Wechselkurs, welcher DDR Schulden in unermeßliche Höhen trieb. Anders als die BRD ist die Parteienherrschaft in der EU strukturiert. Hier nominiert die Parteioligarchie über den Europäischen Rat den Regierungschef (Kommissionspräsident), den das Parlament der EU Tyrannis nur noch abzunicken hat.
Wahlen, Ernennungen und Testamente gliedern sich in die Elemente des Kandidaten, des Wählers und der abgegebenen Stimme. Neben dieser eigentlichen Wahl wird aber Kandidat, Wähler und Stimme auch gewählt. Der Kandidat muß nominiert werden, ein Wahlgegenstand, wie der Lissabon Vertrag oder die EU-Verfassung, steht nur in bestimmten Gebieten zur Wahl. Der Wähler wird bereits durch die Wahlberechtigung, dem Wahlalter oder dem Klassenwahlrecht ausgewählt, und selbstverständlich ordentlich durch Presse und Medien beeinflußt. Die Auswahl der Stimme erfolgt durch die bekannte 5% Klausel, Annullierungen, oder Wahlwiederholungen, da nicht jedes Wahlergebnis den Demokraten genehm ist. Bekanntlich mußte Irland mehrmals wählen gehen bis das Ergebnis stimmte, und sobald dieses erreicht war, soll selbstverständlich keine weitere Wahl stattfinden. Es ist daher derjenige der Mächtigere, welcher mit seiner Stimme die Wahlelemente: (Wahlgegenstand, Wähler und Wählerstimme) auswählt und bestimmt.

Die Staatsformen unterscheiden sich in Freistaat (Republik) und Erbstaat (Dynastie). Im Freistaat wird das Amt des Staatsoberhauptes erworben und im Erbstaat ererbt. Während Erbstaaten durch Erbteilung zerstückeln oder bei der Vererbung an einen Nachkommen Machtkämpfe aufleben, können Freistaaten zu Stammes- und Volksstaaten zusammengeschlossen werden. 1920 Gründung von Thüringen aus den Ministaaten, und Anschluß Österreichs.

Samstag, 2. Oktober 2010

Gottesstaaten


Eine Einteilung der Staatenverhältnisse gemäß Hegels Einteilung der Weltgeschichte bedarf der Begriffsübersetzung von Produktionsmittel in Staatsgewalt, Immobilien in Staatsgebiet und Arbeitskraft in Staatsvolk. Die Weltgeschichte beginnt in Asien, wo einer frei und der Rest unfrei ist. In der Antike sind mehrere frei und in Germanien alle frei. Frei heißt einmal Innerlich keine Ware bzw. Sklave zu sein, und Äußerlich in Besitz und Eigentum von Produktionsmitteln und Grund-Boden (Immobilen) zu haben. Der Freie ohne Produktionsmittel und Immobilien muß seine Arbeitskraft an einen Eigentümer jener Elemente vermieten. In der Antiken Gesellschaftsform gibt es mehrere private Kapitalisten, bzw. Arbeitsmittel und Immobilieneigentümer, und in der Asiatischen Gesellschaftsform ist nur der eine Staat Eigentümer. Bei den Asiaten ist daher jeder Private ohne Arbeitsmittel und Boden, was nun aber dazu führt, daß nun die asiatische Welt Völker ohne Staaten beinhalten müßte, und die Staatsgewalten Eigentum eines höheren Superstaates sein müßten. Dieser Superstaat kann daher nichts anderes sein, als der theokratische Gottesstaat, weil Gott das Höhere der Staaten ist, bzw. die Weltgeschichte der Staaten und Völker die Selbsterkennungsgewinnung des göttlichen Geistes ist, in dem er sein Sein und Wesen, das ist hier die Freiheit, zu seinen Bewußtsein kommt.

Als Gottesstaaten kennt man das Arabische Kalifat, China, Japan, Taliban und Israeliten. Bedenkt man das auch Atheismus Religion ist, genauer die Minusreligion, dann kann auch gerne die Sowjetunion hinzugezählt werden. Die Gottestaaten zeichnen sich besonders durch eine negierte Bedeutung von natürlichen Gemeinschaften aus, welche in ihren künstlichen Gemeinschaften austauschbar sind. Dem Kalifat interessiert es nicht ob es in Arabien, Irak, oder Mittelamerika liegt, und wenn, dann ist die natürliche Gemeinschaft in den Grenzen eines Gottesstaates ein Produkt des Zufalls.  Da die Welt der Staaten in den Händen Gottes liegt, so liegt das geographische Sollen des Gottesstaates in der Weltherrschaft. Dieses Ideal ist zwar nie erreicht, wäre aber die logische Konsequenz des Gottesstaatlichen Begriffes, welcher auf alleiniger Gültigkeit seines religiösen – kulturellen Ideals pocht. Das Eigentum der politischen Handlungsmittel ist den Staaten entzogen und zum Eigentum Gottes überschrieben, was quasi hier bedeutet, daß es in ihnen nicht mal mehr nur die Privatbürger Mittellos dastehen, sondern auch der weltliche Herrscher nur Vogt und Treuhänder in Geschäftsführung des Göttlichen Privateigentums ist. Der Gottesstaat ist somit kein Staat im herkömmlichen Sinn, sondern Verwaltungsorganisation des Allmächtigen. Gott, als Superkaiser des, wenn möglich, globalen Gottesstaates ist Allmächtig und ein vom Menschen getrenntes Wesen. Hierbei ist es noch gleich, ob er als naturaler Funktionsgott, mythische Götterwelt oder schon Geist gesehen wird. Die bestehende Tatsache, das sich der Gottesstaat nur denken läßt, da der Mensch aus Furcht sich dem Allmächtigen unterwirft, zeigt das eine essentielle Kluft zwischen Mensch und Gott, bzw. Natur und Gott besteht, denn dieser Gott fordert unter Androhung von Gewalt und Strafe, die Einhaltung seiner Gesetze. Dies Gesetz ist die Gleichheit aller Individuen und Gemeinschaften, was nun aber auch ihre gleichgültige Austauschbarkeit untereinander ausmacht. Individuum und Gemeinschaft hat in dieser allgemeinen Substanz keinen Wert, wodurch langsam im geschichtlichen Prozeß das Bewußtsein aufkommt, daß das Eigentum Gottes gar nicht anerkannt ist, da Einzelmenschen und Gemeinschaften, welche ohne Handlungsmittel unfrei und entmündigt sind, keine Rechtskräftige Befähigung zur Anerkennung Gottes haben. In sofern fehlt es an der freien Anerkennungshandlung, aber Vermöge des knechtischen Bewußtseins, weiß der Mensch sich als wichtiges wertvolles Mittel Gottes, von dem vielmehr der HERR abhängig ist, also der Knecht der eigentliche Herr in diesem Verhältnis ist, und sich auf dieser Grundlage zur Aneignung von Rechten aufmacht.

Die antike Welt kennt das Privateigentum von Produktionsmitteln und Boden, und emanzipiert sich von der asiatischen Tempelwirtschaft. Das Wesentliche Hierbei ist jedoch die Tatsache, daß dies Privileg nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zukommt. Der Rest ist entweder Eigentum der Sklavenhalter oder aber sie vermieten ihre Arbeitskraft, der einzig ihnen verbliebene Produktionsfaktor, an die Eigentümer von Arbeitsmitteln und Böden. Ähnlichkeiten finden sich abermals in der Staatenwelt. Gemeinschaften, wie Dorfsippen, Gaue, Stämme und Völker werden nun Herr ihrer selbst durch ihren eigenen Staat, andere Gemeinschaften jedoch gehen leer aus, und finden sich als eroberte Provinz fremder Herrscher wieder. Die Staatsmacht, das Handlungsmittel der Gemeinschaft ist knapp in der Welt, und in der Hand der imperialistischen Staaten von Gemeinschaften, welche ihre Grenze weit über den Heimatboden anderer Gemeinschaften ausdehnten. In diesen Vielvölkerstaat sind die Unterworfenen im Verhältnis zum Unterwerfervolk austauschbar. Wir kennen Imperien als mesopotamische Dorfimperien, zu denen auch Rom gezählt werden darf, sowie Stammesimperien wie Frankenreich oder Mazedonien unter Alexander den Großen. Letzterer besiegte mit Persien auch die asiatische Welt, begann sich aber alsbald wie ein Asiat zu benehmen und sich als Despot und Gottkönig zu verehren, und demonstrierte die Austauschbarkeit der Gemeinschaften durch die Massenhochzeit von Susa zwischen den Griechen und Persern.

Trotz Alexanders Benehmen und seiner brutalen Vorgehensweise ist zu Bedenken, daß moralische Betrachtungsmaßstäbe im Verhältnis zum Fortschritt der Weltgeschichte unerheblich sind.

 Für die Asiaten war das Gottkönigtum zumindest Vermenschlichung und Verweltlichung des Gottesstaates. Augustus machte dies Alexander nach, wohl auch im Hinblick darauf, bereits die Welt zu beherrschen. Mit Kaiser (Cäsar) Konstantins Bekehrung zum Christentum ward das römische Reich zum Stellvertreter Gottes auf Erden. Das Amt des Oberpriesters (Pontifex Maximus) ging mit diesen Schritt vom Kaiser auf den Bischof von Rom über, und so verstand sich der Papst auch nach dem Ende des Weströmischen Reiches als Stellvertretung Gottes im Sinne eines asiatischen Gottesstaates.

Währenddessen entstanden in Germanien aus den zur Hermannschlacht bekannten Gauen durch gegenseitige Anerkennung als Rechtssubjekte politische Stämme, welche das weströmische Reich bezwangen. Die gegenseitige Anerkennung der Stämme führt im 10 Jahrhundert zur Entstehung eines Volksstaates, bzw. in dem mehrere Stämme einen Stamm anerkennen, ist der eine allgemein anerkannte Stamm der volksbildende Stamm neben den volkszugehörigen Stämmen. Nach dem Ende des Ostfränkischen Reiches hätten sich viele deutsche Stämme selbstständig machen können, jedoch gelang durch die allgemeine Anerkennung der Sachsen die Bildung eines deutschen Königreiches, wobei der Sächsische Herzog nun Deutscher König wurde. Die Anerkennung mehrere Königreiche durch ein allgemein anerkanntes Königreich erhöht den allgemein anerkannten König zum Kaiser und den allgemein anerkannten Volksstaat zum Reich. In Germanien haben Idealerweise Gemeinschaften und Individuen Eigentum an Handlungs- und Produktionsmittel, und realisieren so das Wesen des Geistes, die Freiheit.

In dem König Karl 800 das Fränkische Imperium zum Nachfolger des Römischen Reiches durch seine Krönung vom Papst zum Kaiser ernannte, um so zum Willensvollstrecker Gottes auf Erden zu werden, unterwarf er sich den Papst, wodurch nun auf der einen Seite Papst und auf der Anderen der Kaiser, beide die Stellvertretung Gottes auf der Erde ausübten, bzw. konkurrierte der heilige Vater mit dem Heiligen Reich. 1530 konnte das Heilige Römische Reich des Deutschen Volkes das Germanische Prinzip vollends durchsetzen, und ließ ein letztes mal eine Kaiserkrönung durch den Papst durchführen.

Ostrom, das Byzantinische Reich machte unterdessen den nachweislich später wiederholten Fehler, und warb um Gastarbeiter aus asiatischen Turkvölkern. Jene kamen gerne mit Familie und Volk nach Kleinasien und zerstörten schrittweise das Byzantinische Reich. Deren heilige orthodoxe Kaiserkrone kannte keinen Papst – Kaiser Gegensatz, und wanderte über Serbien und Bulgarien nach Rußland. Das islamische Osmanenreich bedrohte das germanische Europa und ward in den Schlachten um Wien zurückgeworfen. Ein weiterer Gottesstaat entstand 1917 auf russischen Gebiet durch die Errichtung der Sowjetunion. Gottesstaat deswegen, weil es eine atheistische Religion installierte, und deren Gottesstaat sich als Eigentümer aller Produktionsmittel auftat, sowie den Anspruch vertrat, seine Lehre global durchzusetzen.

Vom 19.Jahrhundet bis zum ersten Weltkrieg, so sagt man, wäre eine Zeit der Nationalstaaten gewesen. Richtig ist, es war die  Zeit der großen Staatsnationen, bzw. globaler Imperialstaaten, in denen ein Volk, ganz nach dem Antiken Prinzip, über andere Völker herrschte, oder Im Falle Deutschlands, aus mehreren Staaten bestand. Aber neben der Herrschaft der Mutterländer über die Kolonien waren selbst die Mutterländer Vielvölkerstaaten, in welchen eine Kultur die kleinen anderen Kulturen stückweise beiseite schob und ihr Volkstum ins Vergessen verdrängte. Schotten, Waliser, Basken, Katalanen, Burgunder, Norditaliener der Poebene, Samen, Wepsen, Kurden, usw. harren ihrer Wiederauferstehung.

Im Westen entstanden mit Florenz und Venedig antike Imperialstaaten. Portugal und Spanien unterwarfen Amerika, Frankreich und Großbritannien den Rest der Welt, bis sich 1945 die USA als alleiniger Westimperialist durchsetzte.
Da aber fast alle Staaten derzeit bei privaten Banken verschuldet sind, ist ihre Souveränität bloß gemietet, bzw. befinden sich deren Staatsmächte und Exekutiven viel mehr in den Händen der privaten Kreditgeber. Früher, zu Zeiten von Fichte und Marx dachte man noch diese seinen ein Staat im Staate, sind aber zutreffender der Staat aller Staaten, und Aufgrund der asiatischen Herkunft ein globaler Gottesstaat.

Eine weitere Möglichkeit zur Identifizierung von souveränen Staaten bietet die Hoheit über Atomwaffen. Derzeit verfügen nur China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Nordkorea, Pakistan, Rußland, USA über Atomwaffen. Souveräne Staaten zeichnen sich übrigens durch ihr Recht und Pflicht zu Krieg und Frieden auf. Staaten fragen nicht ob sie Krieg führen dürfen, sondern tun dies im Fall der Notwendigkeit.

Gotteserkenntnis



Das bewußte Hier ist ein Nebeneinander vieler Sinneseindrücke, die da und weg sind. Das bewußte Jetzt ist ein Nacheinander vieler zugleich und vorbeigehender Sinnlichkeiten. Als bewußtes Dieses sind die Sinneseindrücke durcheinander zugleich und vorüberziehend. Wir müssen daher das Hier, Jetzt und Dieses aufzeigen, aber das was Wahr sein soll ist bereits Gewesen, und zeigt man auf das Gewesene, so ist dies das Unwahre. Das aufgezeigte ist somit ein einfaches zusammen Vieler – ein breites Hier, ein langes Jetzt und vieles Dieses. Das Bewußtsein ist ebenso als ein Mannigfaltiges bestimmt.
 Dies Sinnliche kann nun so wie es sich darstellt als Wahr genommen werden. Das sinnliche Sein scheint als Ding in sich, begründet Existenzen wie dingliche Existenzen begründet werden. Das Wesen als Ding soll daher die eine wahre Materie des sinnlichen Sein – der Eigenschaften – sein, jedoch sind die verschiedenen in sich scheinenden Eigenschaften selbstständige Materien, welche nur durch das Ding, ihrer Einsheit, ihre Existenz haben.
 Das Bewußtsein als Verstand erkennt im stetigen Wechsel von Dingheit und Eigenschaften eine Kraft wirken, welche sich als Ding äußert und innere Kraft ist. Man kann zwar zunächst nur die sich äußernde Kraft annehmen, aber ihre Äußerung impliziert das Vorhandensein einer inneren Kraft. So wäre demnach die innere Kraft die Energie und die Äußerung die physikalische Arbeit. Die derzeitigen Astronomen erkennen zum Beispiel in der Rotation der Galaxien eine Schwerkraft der dunklen Materie und in der Ausbreitung und Entfernung der Galaxien die Wirkung einer dunklen Energie. Diese Kraft ist also eine Zutat des Verstandes, und in der Bewegung und Erscheinung der Dinge und sinnlichen Eigenschaften hebt sich das Spiel der Kräfte, als innere Kraft und ihrer Äußerung, gegenseitig auf, und der Verstand schaut so auf das wahre innere des Gegenstandes, welcher nicht in seiner Erscheinung wechselt, sondern seine ganze Ruhe ausmacht – das Gesetz der Erscheinung. Das Gesetz ist die Unterscheidung zweier verschiedener Sachen – wie zum Beispiel Raum und Zeit – die allerdings als Gesetz nicht verschiedene sind, sondern das Selbe sind. Die Wahrheit der Gegenstände ist daher das Gesetz, der Gegenstand, der im Wechsel der Erscheinungen mit sich identisch bleibt. Da aber auch das Bewußtsein im Wechsel der Perzeptionen sich selbst begreift, ist das Gesetz des Bewußtseins dieses, im Bewußtsein eines Gegenstandes stets auch sich selbst bewußt zu sein. So schaut nun das Innere des Bewußtseins auf das Innere des Gegenstandes – der angebliche Vorhang vor dem Ding an sich verschwindet, und man ist nun Mittendrin statt nur dabei.
 Ich bin ich, sagt das Selbstbewußtsein, doch ist dieses Urteil nichtssagend und macht nur bewußt, daß wenn ich mich in mir unterscheide, also als Objekt betrachte, dieses Unterschiedene ununterschieden mit sich identisch ist.
 In dem sich also das Selbstbewußtsein Objektivität verleiht ist es Begierde. Ich schaue und lasse mich über einen Gegenstand anschauen, wenn möglich als besten schnellsten und größten Gegenstand, und zuvörderst als den teuersten. Jedoch ist diese Begierde zerstörend und sie verzehrt auch zugleich das hierdurch hergestellte Selbstgefühl, worauf sich in der Befriedigung auch wieder die Begierde neu erzeugt.
 Ein angemessener Gegenstand zur Objektivierung des Selbstbewußtseins ist daher kein totes Objekt, sondern ein anderes Selbstbewußtsein, denn nur darin kann das Selbst sich wahrhaft erkennen. Da sich nun die beiden Selbstbewußtseine gegenseitig zur Anerkennung ihres Selbstbewußtseins zwingen, entbrennt zwischen ihnen ein Kampf auf Leben und Tod, aber da im Tode auch die Freiheit des Selbstes aufhört, so wird sich der schwächere Unterwerfen und das stärkere Selbstbewußtsein als Herrn anerkennen. Der Knecht, welcher sich nicht vor dem Herrn, sondern vor dem Tode fürchtete, arbeitet sich im Dienste des Herrn seine Begierde ab und objektiviert sein Selbstbewußtsein in der Arbeit. Beide haben nun ein gemeinsames Bedürfnis, aber der Herr muß um die Erhaltung des Knechtes bemüht sein, da er von seinem Knecht vollkommen abhängig ist. Weil er dem Knecht aber auch den Eigenwillen brach, kann er sich im Knechte nicht frei anerkannt wissen, und zwar gleichgültig was der Knecht zur Besänftigung des Herrn auf Befehl loslabert.
 Die Wahrheit des allgemeinen Selbstbewußtseins ist daher, daß sich das Selbstbewußtsein nur durch ein anderes Selbstbewußtsein anerkennt und frei weiß, in dem es das andere Selbstbewußtsein anerkennt und frei weiß.
Das Wissen um das Nichtssein des Selbstes ist das Unglück des Bewußtseins, das getrennt von aller Gegenständlichkeit und Sein nur sich selbst erfährt. Doch darin liegt sogleich auch das Wissen, daß das Ich nicht Nichts sein kann, was hierin die Wahrheit des Geistes als Vernunft offenbart.
 Gesetz und Selbst ist von gleicher Substanz – daher kein Fremdes, sondern das Ureigene des Geistes. Vormals erkannte sich das Selbstbewußtsein in jedem Gegenstande, aber als Vernunft wird jeder Gegenstand als Selbstbewußtsein erkannt. Selbst und Sein, Ich und Gegenstand, Subjekt und Objekt ist ein und dasselbe Wesen. Ich ist die unendliche Allgemeinheit des Bewußtseins, daher nicht Nichts, sondern alles Sein. „Die Vernunft ist die Gewißheit des Bewußtseins, alle Realität zu sein; so spricht der Idealismus ihren Begriff aus. Wie das Bewußtsein, das als Vernunft auftritt, unmittelbar jene Gewißheit an sich hat, so spricht auch der Idealismus sie unmittelbar aus: Ich bin Ich, in dem Sinne, daß Ich, welches mir Gegenstand ist, nicht wie im Selbstbewußtsein überhaupt, noch auch wie im freien Selbstbewußtsein, dort nur leerer Gegenstand überhaupt, hier nur Gegenstand, der sich von den anderen zurückzieht, welche neben ihm noch gelten, sondern Gegenstand mit dem Bewußtsein des Nichtseins irgendeines anderen, einziger Gegenstand, alle Realität und Gegenwart ist. Das Selbstbewußtsein ist aber nicht nur für sich, sondern auch an sich alle Realität erst dadurch, daß es diese Realität wird oder vielmehr sich als solche erweist.“ [Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Phänomenologie des Geistes].
 Als Liebende und Anerkennende, sind die Einzelmenschen wesentlich zum Volk geworden. Die Kultur des Volkes leitet sich vom gegenwärtigen Stand auf der Stufenleiter der Vernunft ab, welche für sich genommen ein Erkennen Gottes ist, denn die Kultur überhaupt ist stets praktizierter Gottesdienst, und es ist nun das Ziel der Völker ihre Kulturgebote zu Gesetzen zu erheben, und als Staat zum Selbstbewußten Volk zu werden. Die Weltgeschichte ist an sich ein Kampf um Staatlichkeit – daher Freiheit und Souveränität der Völker, aber für sich der Gang Gottes zu sich selbst. Es wird daher bewußt das die Wahrheit der verschiedenen Einzelmenschen ihre allgemeine völkische Substanz ist, die Wahrheit und Allgemeinheit der Völker aber Gott ist, der sich in sich selbst Unterscheidet und darin Ununterschieden ist. Als unterschiedenes Identisches erkennt Gott als Volk sich selbst in den anderen Völkern, in dem sich die Völker als freie Nationalstaaten so gemäß anerkennen, wie die anderen Völker ihrerseits die Völker als frei und Souverän anerkennen. Die Herrschaft und Knechtschaft ist auf weltgeschichtlicher Ebene das Verhältnis zwischen chauvinistischen Imperialstaat zu einen multikulturellen Vielvölkertum, dessen Gegensätze durch den nationalistischen Nationalstaat aufgehoben sind.
Gott ist das Ganze und Einzige, daher ist auch das Böse und Beherrschende nicht getrennt von Gott, sondern dessen Moment. Das Böse ist bloß darum böse, weil es sich getrennt und besondert vom Allgemeinen meint, aber darum dennoch nicht ist. Gott als Geist vernichtet sich durch die böse Tat selbst, und aufersteht in der Versöhnung und Aufhebung des erkannten und begriffenen Gegensatzes der Menschen untereinander.
 Bei Hegel ist die Idee als höchster Gedanke, der sich selbst anschauende und denkender Begriff. Als Ich des Menschen vergegenständlicht sich das Ich sich gegenüber und schaut sich darin selbst an – Selbstbewußtsein. Dies ist jedoch nur so zu verstehen, das im Bewußtsein seiner selbst, Ich sich von Ich, also von sich, unterscheidet, und in dieser Unterschiedenheit sogleich weiß, daß dies Unterschiedene nicht getrennt, sondern absolut Identisch mit sich ist. Das die Wahrheit sich immer in einen, für den Verstand kaum zu fassenden, Widerspruch bewegt, zieht sich durch alle Themen der hegelschen Lehre. Das Ich der Welt, oder des Seins, ist Gott, welcher ebenso sich stets aufs Neue von sich selbst unterscheiden muß um sich als Identisch mit sich selbst bewußt zu werden. Gott als reiner Gedanke stellt sich als Naturleben gegenüber, wodurch er sich in Wahrheit als Geist erweist. Gott erscheint hierbei in Gestalt des menschlichen Geistes, und der Mensch ist als Gottes Gehilfe zwar als allgemeine Natur Gott, jedoch als Einzelmensch ein besonderes Dasein dessen.
Die alten Religionen, sei es Naturreligion, Judentum oder Katholizismus gingen bisher von einen vollkommenen  Schöpfergott aus, der planvoll gestaltend die Welt und den Menschen erschafft, und fragen daher zu Recht, warum dieser allmächtige Gott nichts gegen Leid und Not in der Welt unternimmt, warum er das Übel zuläßt und nicht verhindert. Man könnte nun antworten, es sei Strafe wegen Ungehorsam, aber dann sind Gott offenkundig während der Schöpfungsarbeit Fehler unterlaufen, was einem allmächtigen und vollkommenen Gotte aber schlecht zu Gesicht stünde. Versteht man aber im hegelschen Sinne die Welt und Gott als Sein und Erscheinung des einzig wahren Begriffe „Gott“, dann erweist sich die Weltgeschichte vielmehr als Erkenntnisprozeß im Fortschritt der Selbsterkenntnis Gottes, in dem Mensch und Natur nicht mehr getrennt von Gott gedacht werden kann, sondern sein Werkzeug und konkretes Erscheinungsbild darstellt. Die Völker sind hierbei die Gedanken Gottes, da die verschiedenen Kulturen verschiedene Anschauungen Gottes sind, daher Gott durch die Völker verschiedene Selbsterkenntnisse über sich selbst begreift.
Kant untersuchte das Erkenntnisvermögen und kam zum Schluß, daß das Ansich der Dinge, das Ding an sich, nie in Wahrheit erkannt  könne. Da aber eine Untersuchung des Verstandes nicht ohne den Verstand selbst auskommt, bewies Hegel, ist das Ich während des Erkennens bereits mittendrin im Ansich der Dinge, welche daher nicht Außerhalb des Selbstbewußtseins liegen, sondern stets Bewußt sind, sobald sich das Selbst auf diese bezieht.
Aus neurologischer Sicht ist auch ein Gehirn bloß eine Schaltfabrik aus Schaltmaschinen – den Nervenzellen, daher eine ebenso tote Natur wie Schaltmaschinen aus Transistoren. Die Neurologie wird daher nie im Gehirn mit Naturwissenschaftlichen Mitteln den Geist erforschen können, wenn man nicht annimmt, daß der Geist und Bewußtsein in allen Naturobjekten vorhanden ist. Das Licht und die Schallwellen werden ja sonst nie gesehen oder gehört, sondern sie schalten Nervenzellen in den Sinnesorganen (Sensoren) ein, und diese Schaltmaschinen schalten wiederum andere Nervenzellen bzw. Schaltmaschinen im Gehirn ein, um am Ende ein Organ, bzw. biologische Maschine zu steuern. Selbst wenn man annähme das ein Bewußtsein in diesem toten Naturprozeß existiere, ungeachtet dessen das es nicht Notwendig sei, so wäre alle scheinbare Realität im Gehirn produziert, und niemand könnte in diesen Gewirr von Verschaltungen die Welt da draußen erkennen und erleben.
Halten wir nun fest, daß die Völker Gestalten Gottes sind, und die Menschen als Gestalten der Völker erscheinen.
R
Sehen wir nun im Begriff des Chauvinismus, das hier sich ein Volk von anderen Völkern der Welt, seiner Allgemeinheit, besondert, und ihm alle Fremdvölker von geringeren Werte, daher gleichgültig sind. Das höherwertige Volk verlangt nun Anerkennung durch die von ihr als Minderwertig gesetzten Völker, aber da aber eine gesellschaftliche Minderwertigkeit in Form von Handlungskraftvermieter oder Ware (Sklave) keine freie Subjektivität und Handlungsfreiheit zuläßt, können diese das chauvinistische Volk nur unschwer anerkennen, nicht zuletzt deshalb, weil ein bedeutungsschwereres Volk nur bedeutungsschwerer sein kann, wenn es daneben die bedeutungsleichteren gibt. Der größte Herr ist von seinen Knechten am meisten abhängig!
L
Will man nun die gesellschaftliche Gleichheit aller Völker herstellen, so geschieht dies im Multikulturalismus durch die Negation der Völker selbst, worin sich alle Individuen nun von den Völkern besondern. Die Völker sind nun allesamt für diese egoistischen Einzelmenschen gleichgültig und austauschbar, was auswirkend auf die Mitmenschen, diese ebenso zu gleichgültigen Objekten herabstuft. Mit der Beendigung des Chauvinismus hat sich zunächst das hochwertige Volk, in seiner Besonderheit von Welt und Gott auch als Allgemeines – als Erscheinung Gottes begriffen, jedoch hier nur in seiner negativen Einheit von Allgemeinheit und Besonderheit. Die Einheit und Erkenntnis von Volk und Gott gelingt im Multikulturalismus daher nur durch die Trennung und Besonderung von Mensch und Volk. Der Individualistische Mensch hat nun das gleiche Problem wie das chauvinistische Volk, er kann sich im anderen nicht als freies Selbst ansehen und verkennt seine Einheit mit Volk und Gott. Aber darin liegt sogleich auch die Notwendigkeit einer Trennung, denn nur in dieser Loslösung und des Verlustes der zwischenmenschlichen Liebe in den Völkern, verlangt er von nun an zunehmend nach Rückbindung. Die individualistische Vereinzelung und Besonderung ist durchgehend unsittlich, begreift Primitiverweise den Freiheitsbegriff als Eigentumsanhäufung, oder etwas fortschrittlicher, als moralisierendes Gutmenschentum, welche nicht bemerken, das es vielerlei Moralvorstellungen, besonders in Multikulturalismen gibt.
N
Der Nationalismus begreift sich endlich als Einheit von besonderen Einzelmenschen und Volk als allgemeines Moment, den der Mensch ist das Dasein und Erscheinung seines Volkes, jeder Mensch ist sogleich das Volk, wie jedes Volk auch Gott ist. Die Stufen von Chauvinismus und Multikulturalismus sind aber notwendige Durchgangsmomente in der Selbsterkenntnis Gottes, der sich nun durch uns Menschen als wahrer Begriff in Einheit von Mensch und Volk begreift. Es ist nunmehr zur Gewißheit geworden, daß der Einzelmensch, welcher sich als vom Volk gelöste Besonderheit begreift, sich in seinen Andersein, als völkische Allgemeinheit anschaut, weiß, das dieser Unterschied von Mensch und Volk, bzw. Besonderheit und Allgemeinheit, mit sich identisch ist, und sich darin der Nationalismus als Wahrheit von Individuum und Volk offenbart.