Samstag, 12. Januar 2019

Über die Notwendigkeit eines Volksheeres ohne Staat

Seit tausenden von Jahren versuchen Philosophen die Frage zu beantworten, welches die beste Regierungsform für die Menschen sei. Wo kommt der Wille des Volkes am Besten zur Geltung, wo wird er am wenigsten Fremdbestimmt, und wo hat er das größte Mitspracherecht. Die Monarchie bedarf eines klugen Volksfreundes als Herrscher, sonst wird sie eine Tyrannei. Hier hat man einen vernünftigen Willen und keine Endlosdiskussionen, bzw,auch keine Mitsprache von Idioten und Volksverrätern. In einer Aristokratie von Volksfreunden besitzt man mehrere kluge Köpfe im ständigen Austausch. Das größte Mitspracherecht besitzt der Bürger in einer Demokratie, doch ist diese bereits durch das Parlament zu einer Aristokratie verwandelt, und die Meinung der Bürger kann unentwegt durch Massenmedien manipuliert werden. “Solange wählen bis das Ergebnis stimmt.”



Im Libertarismus geht man daher davon aus, daß die beste Gesellschaft jene wäre, die überhaupt keinen Staat besitzt - aber hier nicht in dem Sinne, daß jeder tut was er will, sondern daß sich alle der einen Regel - das 7. Gebot - unterwerfen, jedes fremde Eigentum anzuerkennen. Dies impliziert auch das Verbot des Verletzens und Tötens, da der Körper auch das Eigentum des geistigen Subjektes ist.



Oliver Janich beschreibt in seinem Buch: “Sicher ohne Staat” sehr gut wie eine Privatrechtsordnung funktionieren könnte. Bei Streitigkeiten werden private Gerichte angerufen, die Bürger können sich für Dörfer und Siedlungen private Sicherheitsdienste engagieren - die heutige Polizei erscheint eigentlich nur noch um die bereits geschehene Tat anzusehen.



Vieles wird auch über versicherungen geregelt. Zum Beispiel kann eine Versicherung gegen Mord und Körperverletzung zwar dies nicht zwangsläufig verhindern, aber sie wird danach eine Prämie an die Angehörigen zahlen müssen, bzw, die Prämien für eine Detektei und Sicherheitskräfte aufwenden. Somit ist stets eine Ermittlung durch die marktwirtschaftlich beste Detektei gewährleistet, bis der Täter zur Strecke gebracht wurde. Auch hier werden sich die besten Gerichte in der Marktwirtschaft durchsetzen.



Heute glaube ich, daß die Privatrechtsordnung auch bei den alten Germanen vorherrschend war, und man erst im Kontakt mit den Römern diese Schnapsidee aufgriff und später unter den Franken und Deutschen eben dieses römische Reich durch das Kaisertum zu kopieren trachtete.



Auch glaube ich nicht mehr ganz so fest an eine edle Gesinnung, wenn es um die Entstehung der ersten Gau- und Stammesstaaten unter den Germanen ging. Es gab nicht wenige Gruppen, die in das Römische Imperium zum Plündern eingedrungen sind, und jene Räuberhauptmänner sind später Grafen, Fürsten und Könige geworden. Es waren also nicht nur die Heereszugführer, die in der Völkerwanderung zu Herzögen wurden, sondern auch Räuber, wie es auch später im Mittelalter Wegelagerer und Raubritter waren. Die ersten Fürsten besaßen im Prinzip das Privileg zum räuberischen Steuerneintreiben, den Zoll zum Wegelagern, und das Münzrecht zur Münzverschlechterung und Abzocke der Bürger und Bauern. Diese mußten auch die Erfahrung machen, daß sie mit der Ausbeutung ihres Volkes sich selbst schadeten, und man ist daher auf die intelligente Anwendung der Steuer, des Zolls und des Geldwesens übergegangen.



Nun könnte man annehmen, daß ein Zustrom von, als Flüchtlinge getarnten, Invasoren wie 2015 in einer Privatrechtsgesellschaft nicht möglich wäre. Es gibt ja keinen Staat, der die erwirtschafteten Sozialhilfebeiträge und Steuern an wildfremde Menschen verteilt. Aber tatsächlich wäre eine Invasion auch möglich, wenn private Milliardäre diese Invasion finanzierten und somit eine Söldnerarmee ins Land holten. Dies, und eine Invasion fremder Staaten wären eine ernsthafte Gefahr für eine Privatrechtsgesellschaft. Hier müssten sich die freien Menschen einen großangelegten Sicherheitsdienst schaffen - groß und mächtig, es mit jeder fremden Armee aufzunehmen. Die Finanzierung des Volksheeres würde einmal über die Beiträge erfolgen, und alternativ im direkten Dienst im Heer. Hier wird das Problem auftreten, was denn passiert, wenn jemand sich an dieser Armee nicht beteiligen will und keinen Beitrag leistet. Wie soll man diese Personen dann nicht durch die Armee verteidigen? Ganz einfach: sie werden zwangsverteidigt, ob sie wollen oder nicht. Es ist wie eine Spende der Vernünftigen gegen die Volkshasser. Denn was würde denn ohne ein freiwilliges Volksheer im Falle einer fremden Invasion geschehen? Sie würden untergehen und von fremden Mächten annektiert werden. Zur Gewährleistung einer sicheren Kommunikation sollten die Heere nach ihren Sprachen strukturiert werden. Das ist logisch und taktisch sinnvoll, gleichwohl man selbstverständlich gegen einen staatlichen Aggressor zusammenstehen muß.

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