Dienstag, 4. November 2014

Gottesstaat IS als moderne Reiternomaden

Um die IS richtig in einen historischen Kontext einzuordnen und besser dessen Handeln zu verstehen , fällt uns dessen Brutalität und Rücksichtslosigkeit als Erstes auf. Leider ist ein solches Verhalten nicht selten, da man dies schon bei den Mongolen, Timur Lenk oder den Hunnen sehen konnte. Ihnen ist zunächst allen zu eigen, daß wir es hierbei mit Kleinviehnomaden zu tun haben, daher Menschen, mit abgrasenden Tierherden.
Man unterscheidet die Vorgeschichte, Geschichte und Gegengeschichte. Die Vorgeschichte ist die Erde/Natur als fertiges Produkt, welches Jäger und Sammler nur wegtragen müssen. Durch die neolithische Revolution  ensteht der Bauer , der die Erde als Mittel ansieht, und der parasitäre Nomade, für den die Erde ein, durch das Vieh umzuwandelnder Arbeitsgegenstand ist.

Bei dem Nomadentum haben wir nun die Situation, daß diese Gegengeschichte an sich keine Rücksicht auf die Böden der Bauern hält, und irgendwann in einer gesteigerten Phase mit dem Reiternomadentum beginnen können. Das wesentliche hierbei ist nun, daß sich der Nomade selbst wie das Vieh verhält, und während des Plünderns anstatt der Weiden, eben die Kulturgüter der Bauern abgrast. Man kann dies auch als Jäger/Sammler von Kulturgütern ansehen, und leider ist der Nahe Osten ein regelrechtes Beispiel für das Abgrasen und vernichten von Bauernkulturen durch Nomaden, welche ebenfalls später zu Bauern werden, und abermals abgegrast wurden. So wechselte die Kulturen im fruchtbaren Halbmond von den Sumerern zu Babylon und Assyrien usw.

Man kann nur von einen quantitativen Unterschied vom Reiternomadentum und der allgemeinen Kriminalität sprechen. Der einzelne Kriminelle kann zur kriminellen Großfamilie - dem Klan, und diese zur Mafia anwachsen. Ein Kleinkrimineller zieht seine Mitmenschen genauso ab, wie eine ganze Horde (die Goldene) die Völker in seiner Umgebung abzieht.

Keineswegs kann beim Nomadentum von einer ethnologischen Bestimmung gesprochen werden. Es wurde viel versucht die Turkmongolen als Ethnie zu identifizieren, was jedoch darum nicht gelang, weil wir es hierbei mit einer Produktionsweise zu tun haben. Völker können natürlich mehrheitlich Bauern, Jäger/Sammler oder Nomaden sein - Bauernvölkerschaften können als Großkriminelle zu Reiternomaden werden, und Nomaden, wie ehemals die Magyaren, zu Bauern. So sind die IS auch nicht als Volk, sondern als Kriminelle Vereinigung von Reiternomaden zu führen, welche im Industriezeitalter ihre Pferde gegen Pickups mit MG auf der Ladefläche eintauschten.

Seenomaden sind Piraten, und skandinavische Piraten waren die Wikinger. Auch Germanen sind ursprünglich als plündernde Horden in das Imperium der Römer eingefallen, waren langfristig jedoch an ihren Bauernhof gebunden. Kurzfristig erlagen auch Angeln und Sachsen in germanien einer Piratenbewegung, von der aus sie von Plünderungen und Raubzügen zu Besiedlungsaktivitäten auf den Britischen Inseln übergangen.

Für den Bauer ist die Erde das Mittel und die Frucht sein Produkt. Nichtverwertete Früchte werden in Vieh angelegt und lebend für spätere Zeiten gespeichert. Da wo der Bauer seine Erde immer wieder braucht, zieht der Nomade, nachdem seine Herde die Flächen abgraste zur Nächsten weiter.  Seine Erde ist ein, durch das Vieh bearbeiteter, Arbeitsgegenstand.

Auch die Arabische Halbinsel war, bis auf die Bauern in den Oasen, von Nomaden bewohnt, welche sich nach den Erscheinungen von Erzengel Gabriel bei Mohammed, zu einem Reiternomadensturm sammelten.
Auch die Türken lebten ehedem noch als Nomaden, als sie als Militärsklaven von den Arabern und den Byzantinern zum Zweck der gegenseitigen Bekämpfung gefangen wurden.



Die Orientalen kennen nur das Staatsoberhaupt als einzigen Freien, welcher hierdurch de facto Eigentümer aller Produktionsmittel ist. Jeder Arbeiter und Bauer ist darin unfreier Handlanger. In der Antike und kapitalismus sind ein paar wenige frei als Produktionsmitteleigentümer und in der Germanisch-Christlichen Welt alle.
Die Juden erkannten als erst Gott als geistiges Wesen. Ihm unterwarfen sie sich als sein Werkzeug, und Jahwe, als ein externes vom Menschen getrenntes Wesen, machte ein Bund und Vertrag zum gegenseitigem Nutzen. Dieses, auf ein Volk - der Juden - zugeschnittene exklusive Vertragswerk entspricht in dieser Form nicht auf die Allgemeinheit der Menschen bezogenes, waswodurch norwendigerweise der Islam seine Gottesidee auf alle Menschen bezieht. Hier ist Gott nicht nur Gott eines Volkes, sondern aller Menschen, läßt im Gegensatz zum Christentum nur ein Volk als die Umma übrig.
Der monothesistische Gott der Christen ist Gott aller Menschen und aller Völker. Der Unterschied zwischen Natur und Gott, Mensch und Gott ist im Christentum zur Einheit von Vater und Sohn verschmolzen und im Begriff der Dreieinigkeit gedacht.

Da das Christentum und der Islam jeweils Antworten auf die Exklusivitätsansprüche und Besonderungen des Judentums sind, strebten die Germanen während der Einwanderung auf das Gebiet des Römischen Imperiums nur die Übernahme der christlichen Religion und der Reichsidee an, was der Islam für sich ignorieren konnte, und stattdessen die römische Wissenschaft und Technik konservierte. Die Germanen als Christen interessierten sich erst in der Renaissance für das, vom Islam bis dato konservierte, Wissen der Römer und Antike im Allgemeinen. Dieses Interesse bestand nur darum, weil der Islam den Zugang zum Fernen Osten blockierte, aber zugleich eben die Antwort enthielt. Die europäischen Entdeckungsfahrten nach Asien (Europa ist in Wahrheit ein Subkontinent vom geologischem Eurasien - die Unterscheidung kam nur durch den islamischen Zwischenraum zustande), zur Umgehung der Islamischen Mächte, führten zur Entdeckung neuer Seerouten, Kontinente, und in letzter Konsequenz zur Entdeckung neueren Wissens und Technik.   

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts war vom Konflikt des westlichen Imperialismus und Kapitalismus als Individualismus, des östlichen - sowjetischen Kommunismus als Wiedergänger der Asiatischen Gesellschaftsform als Kollektivismus, und dem Nationalen deutschen Militarismus (entschieden von Nahum Goldmann vom Kriegslust unterschieden - Militarismus bezieht sich auf die Gleichheit der Bürger sich die Individualität durch Dienst an der Allgemeinheit, bzw. Kollektiv zu verdienen.) im Sinne einer Germanischen Gesellschaftsform und Verwirklichung der Freiheit.


Bei den Asiaten ist jeder Private ohne Arbeitsmittel und Boden, was nun aber dazu führt, daß nun die asiatische Welt Völker ohne Staaten beinhalten müßte, und die Staatsgewalten Eigentum eines höheren Superstaates sein müßten. Dieser Superstaat kann daher nichts anderes sein, als eine Theokratie, bzw. Gottesstaat, weil Gott das Höhere der Staaten ist, bzw. die Weltgeschichte der Staaten und Völker die Selbsterkennungsgewinnung des göttlichen Geistes ist, in dem er sein Sein und Wesen, das ist hier die Freiheit, zu seinen Bewußtsein kommt.

Als Gottesstaaten kennt man das Arabische Kalifat, China, Japan, Taliban und Israeliten. Bedenkt man das auch Atheismus Religion ist, genauer die Minusreligion, dann kann auch gerne die Sowjetunion hinzugezählt werden. Die Gottesstaaten zeichnen sich besonders durch eine negierte Bedeutung von natürlichen - besonderen Gemeinschaften aus, welche in ihren künstlichen Gemeinschaften austauschbar sind. Dem Kalifat interessiert es nicht ob es in Arabien, Irak, oder Mittelamerika liegt, und wenn, dann ist die natürliche Gemeinschaft in den Grenzen eines Gottesstaates ein Produkt des Zufalls. Da die Welt der Staaten in den Händen Gottes liegt, so liegt das geographische Sollen des Gottesstaates in der Weltherrschaft. Dieses Ideal ist zwar nie erreicht, wäre aber die logische Konsequenz des gottesstaatlichen Begriffes, welcher auf alleiniger Gültigkeit seines religiösen – kulturellen Ideals pocht. Das Eigentum der politischen Handlungsmittel ist den Staaten entzogen und zum Eigentum Gottes überschrieben, was quasi hier bedeutet, daß es in ihnen nicht mal mehr nur die Privatbürger Mittellos dastehen, sondern auch der weltliche Herrscher nur Vogt und Treuhänder in Geschäftsführung des göttlichen Privateigentums ist. Der Gottesstaat ist somit kein Staat im herkömmlichen Sinn, sondern Verwaltungsorganisation des Allmächtigen. Gott, als Superkaiser des, wenn möglich, globalen Gottesstaates ist Allmächtig und ein vom Menschen getrenntes Wesen. Hierbei ist es noch gleich, ob er als naturaler Funktionsgott, mythische Götterwelt oder schon Geist gesehen wird. Die bestehende Tatsache, das sich der Gottesstaat nur denken läßt, da der Mensch aus Furcht sich dem Allmächtigen unterwirft, zeigt das eine essentielle Kluft zwischen Mensch und Gott, bzw. Natur und Gott besteht, denn dieser Gott fordert unter Androhung von Gewalt und Strafe, die Einhaltung seiner Gesetze. Dies Gesetz ist die Gleichheit aller Individuen und Gemeinschaften, was nun aber auch ihre gleichgültige Austauschbarkeit untereinander ausmacht. Individuum und Gemeinschaft hat in dieser allgemeinen Substanz keinen Wert, wodurch langsam im geschichtlichen Prozeß das Bewußtsein aufkommt, daß das Eigentum Gottes gar nicht anerkannt ist, da Einzelmenschen und Gemeinschaften, welche ohne Handlungsmittel unfrei und entmündigt sind, keine rechtskräftige Befähigung zur Anerkennung Gottes haben. In sofern fehlt es an der freien Anerkennungshandlung, aber Vermöge des knechtischen Bewußtseins, weiß der Mensch sich als wichtiges wertvolles Mittel Gottes, von dem vielmehr der HERR abhängig ist, also der Knecht der eigentliche Herr in diesem Verhältnis ist, und sich auf dieser Grundlage zur Aneignung von Rechten aufmacht.

Die antike Welt kennt das Privateigentum von Produktionsmitteln und Boden, und emanzipiert sich von der asiatischen Tempelwirtschaft. Das Wesentliche Hierbei ist jedoch die Tatsache, daß dies Privileg nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zukommt. Der Rest ist entweder Eigentum der Sklavenhalter oder aber sie vermieten ihre Arbeitskraft, der einzig ihnen verbliebene Produktionsfaktor, an die Eigentümer von Arbeitsmitteln und Böden. Ähnlichkeiten finden sich abermals in der Staatenwelt. Gemeinschaften, wie Dorfsippen, Gaue, Stämme und Völker werden nun Herr ihrer selbst durch ihren eigenen Staat, andere Gemeinschaften jedoch gehen leer aus, und finden sich als eroberte Provinz fremder Herrscher wieder. Die Staatsmacht, das Handlungsmittel der Gemeinschaft ist knapp in der Welt, und in der Hand der imperialistischen Staaten von Gemeinschaften, welche ihre Grenze weit über den Heimatboden anderer Gemeinschaften ausdehnten. In diesen Vielvölkerstaat – Gemeinschaft als Besonderheit -  sind die Unterworfenen im Verhältnis zum Unterwerfervolk austauschbar. Wir kennen Imperien als mesopotamische Dorfimperien, zu denen auch Rom gezählt werden darf, sowie Stammesimperien wie Frankenreich oder Mazedonien unter Alexander den Großen. Letzterer besiegte mit Persien auch die asiatische Welt, begann sich aber alsbald wie ein Asiat zu benehmen und sich als Despot und Gottkönig zu verehren, und demonstrierte die Austauschbarkeit der Gemeinschaften durch die Massenhochzeit von Susa zwischen den Griechen und Persern.

Trotz Alexanders Benehmen und seiner brutalen Vorgehensweise ist zu Bedenken, daß moralische Betrachtungsmaßstäbe im Verhältnis zum Fortschritt der Weltgeschichte unerheblich sind.

Für die Asiaten war das Gottkönigtum zumindest Vermenschlichung und Verweltlichung des Gottesstaates. Augustus machte dies Alexander nach, wohl auch im Hinblick darauf, bereits die Welt zu beherrschen. Mit Kaiser (Cäsar) Konstantins Bekehrung zum Christentum ward das römische Reich zum Stellvertreter Gottes auf Erden. Das Amt des Oberpriesters (Pontifex Maximus) ging mit diesen Schritt vom Kaiser auf den Bischof von Rom über, und so verstand sich der Papst auch nach dem Ende des Weströmischen Reiches als Stellvertretung Gottes im Sinne eines asiatischen Gottesstaates. Die antiken Griechen und Römer verkörpern Individualismus als Negation des Kollektivismus, in welchen der Geist seine einstige Allgemeinheit zu Gunsten der Besonderheit verneint. Auch in Form der Volksgeister herrscht Besonderung, weil  zum einen Liebe zum Eigenvolk Fremdvölker diskriminiert, aber politisch auch versucht diese durch Unterwerfung in ein Imperium zu nichten.

Währenddessen entstanden in Germanien aus den zur Hermannschlacht bekannten Gauen durch gegenseitige Anerkennung als Rechtssubjekte politische Stämme, welche das weströmische Reich bezwangen. Die gegenseitige Anerkennung der Stämme führt im 10 Jahrhundert zur Entstehung eines Volksstaates, bzw. in dem mehrere Stämme einen Stamm anerkennen, ist der eine allgemein anerkannte Stamm der volksbildende Stamm neben den volkszugehörigen Stämmen. Nach dem Ende des Ostfränkischen Imperiums hätten sich viele deutsche Stämme selbstständig machen können, jedoch gelang durch die allgemeine Anerkennung der Sachsen die Bildung eines deutschen Königreiches, wobei der Sächsische Herzog nun Deutscher König wurde. Die Anerkennung mehrere Königreiche durch ein allgemein anerkanntes Königreich erhöht den allgemein anerkannten König zum Kaiser und den allgemein anerkannten Volksstaat zum Reich. In Germanien haben Idealerweise Gemeinschaften und Individuen Eigentum an Handlungs- und Produktionsmittel, und realisieren so das Wesen des Geistes, die Freiheit. Die politische Anerkennung ist das allgemeine Selbstbewußtsein von Individuen und Gemeinschaften, aber zugleich auch Besonderheit in Form von Liebe und Diskriminierung, wodurch sich der Gegensatz von Individualismus und Kollektivismus aufhebt. Das allgemeine Eigentum der Produktionsmittel nichtet die besondere und allgemeine Unfreiheit, und das allgemeine Eigentum der Handlungsmittel (Nationalismus) nichtet die Unfreiheit von Internationalismus (Asien) und Imperialismus (Antike). [Arbeitstheorie, Nico Kahl 2013]





Heute hat sich der Westen, bzw. sein Geldfürstenimperium der Ostküste mit seinen EU, UNO, NATO Vasallenstaaten zu einen Zustande gesiegt, in welchen sein individualistisches und egalitäres Prinzip Familien, Völker und Kulturen tolerieren will, aber sie durch diesen Akt der Multiethnisierung die heimischen starken Völker zerstört und kulturfremde Ethnien fördert. Der heutige Islam ist das Gegenkonzept zum Westen, und somit Kollektivistisch geprägt. Er ist die gegenwärtige asiatische Gesellschaftsform, in dem alle Nationen in einem Kalifat genichtet, und die Völker in einer einzigen Umma eingegliedert sind. Der germanische Geist der Freiheit wird gegenwärtig von Russland getragen. Russland ist die, sich gegen den Imperialismus des Westens stämmende, Macht, welche sich zugleich der Islamisierung Europas bewußt ist.
Die heutige Russische Föderation ist nach germanischen Maßstäben der Freiheit konzipiert, da die einzelnen Staaten der Föderation nach russischen und fremdvölkischen Prinzipen gewichtet sind. Die Nichtrusssichen Völker sind nicht durch die Russen erobert und imperialistisch besetzt, sondern für sich souveräne Staaten (besondere Republiken im Unterschied zu den Kreisen, Regionen und Gebieten), welche alle den allgemeinen Staat - das eigentliche Russland - anerkennen, und von diesen allgemein anerkannten Rechtssubjekt anerkannt werden. Die Russische Föderation ist somit ähnlich wie das heilige Römische Reich aufgebaut, welches im Jahr 1000 aus dem Deutschen, dem Italienischen und Burgundischen Königreiches bestand, und darinnen das Deutsche Königreich zugleich den Kaiser des gesamten Heiligen Reiches vorstand.


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