Dienstag, 9. April 2013

Wahlgedanken

Das Problem ist ja nicht die Demokratie in Russland. Dort geht es viel gesitteter und demokratischer zu als in der EUdSSR und dem BRD Parteien Kartell. Putin müßte sich nur dem Westen beugen, bzw. das russische Volk der Herrschaft des Geldes unterwerfen. An sich hat die USA und Vasallen kein Problem mit Staaten mit permanenten Menschenrechtsverbrechen. Saudis, Pakistan, der Wahlfälscher Karzai, oder die Liste mittelamerikanischer Diktatoren - sie alle werden akzeptiert und gelobt (Weltpädagoge + Weltpolizist) solange sie nach der Pfeife der Wallstreet und FED tanzen. Um Syrien als Kolonie des Westens zu erobern, bedient sich dieser saubere Westen der schlimmsten und brutalsten Terroristen. Voller Stolz laden die ihre Hinrichtungsvideos bei Youtube hoch, und freuen sich einen erbarmungslosen Schariastaat einzuführen.
Natürlich ist auch ein islamischer Gottesstaat ein Rechtsstaat, solange dieses Recht von Seiten der Behörden nicht gebrochen wird. Ist Foltern und Hinrichten gesetzlich verankert, dann wäre das Nichtfoltern und Nichthinrichten Kennzeichen eines Unrechtsstaates. Ist aber die Rechtsverletzung als Toleranz definiert, dann sind alle toleranten Staaten Unrechtsstaaten, und Intolerante Staaten Rechtsstaaten. In der BRD wird schon aus Gewohnheit das Abschieberecht gebrochen und die Verletzung geduldet.
Natürlich gab es in Russland Verhaftungen nach Kirchenschändungen - die BRD würde aber ihre Synagogen und Moscheen ebenso schützen und Verbrechen dieser Art - von geschändeten Kirchen abgesehen - ahnden. Gerade die westliche Demokratie beweist, daß die Herrschaft der durchschnittlichen Mehrheit auch gegen das Volk gekehrt, sich zu einer Ochlokratie wandelt. Im Verfassungskreislauf kann auch ein Tyrann gegen das Volk regieren, ab umgekehrt personifiziert sich der Wille des Volkes im Monarchen. Volksherrschaft hat daher nichts mit Demokratie zu tun, denn diese ist hier im Westen nur die Fassade der Geldherrschaft.
Die unsägliche Tendenz des BRD Systems, sich in allen innenpolitischen Fragen des Auslandes einmischen zu müssen, läßt sie zunehmend innerhalb und außerhalb der EU als Imperialisten wahrnehmen. Es ist der Witz der Geschichte (Laut Bertold Brecht eine Umschreibung von "Dialektik"), daß der ursprüngliche Plan, Deutschland durch ein europäisches Staatensystem (Montanunion, EG, EU) einzubinden, um dessen Souveränität und Stärke zu zügeln, nun jene Siegermächte das unterwürfige Deutschland in seiner EU Integration bremsen müssen. Die BRD hat die totale Vorknechtschaft in Europa an sich gerissen, und versucht auf allen Ebenen seine Unterwerfungsstrukturen auszubreiten. Errungenschaften der Frankfurter Schule, die ursprünglich zur wirkungsmächtigen Umerziehung (Gehirnwäsche) dienen sollten, haben sich in BRD Demokraten verselbstständigt, und wagen ungeniert sich in die Belange fremder Staaten und Institutionen einzumischen.
Die Demokratie, welche wählen läßt bis ihr das Wahlergebnis gefällt, ist nicht der Wille des Volkes. Läßt sie wirklich über alle Themengebiete abstimmen - und zwar regelmäßig? Oder wählt die Demokratie willkürlich ein Thema, läßt zum Schein wählen, und hört nach Erreichung des gewünschten Wahlergebnisses plötzlich mit weiteren Wahlen auf. Irland und der EU Vertrag ist unvergessen.
Eine Alternative zum System der demokratischen Wahlen wäre in jeder Hinsicht die alte germanische Thingstätte. In dieser stehen sich nicht gegenläufige Egoismen als Meinungen um sich zu wieden gegenüber, sondern man hat ein Meinungsfindungsprogramm aus gegenseitigen Überzeugungsprozessen.