Montag, 24. Dezember 2012

Vom Friede

 Die Vergabe des Friedensnobelpreises an einen Präsidenten und der EU hat für viel Diskussionen gesorgt. Nun will man offen aktiv Demokratie und Frieden nach Syrien exportieren - und obgleich dieser Frieden durch geheime westliche Unterstützung der Terroristen (Partisanen) gebrochen ward, wird die Gegenwehr der syrischen Regierung als kriegerisches Verhalten interpretiert. Der "Westen", als selbsternanntes Weltgericht und ermittelnde Weltstaatsanwaltschaft möchte nun, nach dem Beweis des Einsatzes von Chemiewaffen, in Syrien für Frieden sorgen.

Der Krieg ist das Mittel zum Zweck des Friedens: Alle wollen immer nur Frieden. Allen voran die Angreifer, denn diese wünschen möglichst keine Gegenwehr. Das die Angegriffenen eine Attacke vermeiden wollen steht außer Frage, jedoch werden sie gut daran tun, den möglichen Angreifer durch Aufrüstung abzuschrecken. Ebenso möchten die angreifenden Befreier den Besatzer ohne Gegenwehr des Landes verweisen, wie dieser durch abschreckende Aufrüstung jegliche Befreiungsbewegung unterbindet, und so friedlich ohne Verteidigung auskommt. Die einzigen Kriegsbefürworter sind die Verteidiger, die durch die Verteidigung den Frieden mit den Angreifern beenden. Angriffsschläge und Kriege werden dem System der Gewalt zugeordnet, welches den Naturalzustand, bzw. den Istzustand des gesellschaftlichen Verkehrs beschreibt. Sie behandelt den tatsächlichen Besitz, den tatsächlichen Standort und das tatsächliche Wissen von natürlichen Menschen. Mit dem Soll- und Sozialzustand befaßt sich die Politik. Der Sollzustand der Besitze ist ihre Eigentumdefinition, wodurch das Besitzensollen von Sachen, Standorten - Räumen und Daten geregelt wird.
Die friedvollsten Imperien waren schon immer die größten Kriegsverächter, in dem sie sich zu einzig legitimen - das heißt von Gott abgesegnet - Weltstaaten definieren. Diese Pax Romana, Britannica, Americana und Sowjetunion führen keine Kriege, sondern Kriege gegen Krieg, welche in ihren Sinne als weltinnenpolitische Polizeieinsätze zu verstehen sind. Ihr Totalitarismus ist, sich als Besonderheit zum Vertreter der Welt aufzuschwingen, ihr Imperialismus ist, die Nichtung fremder Staaten, bzw. die Freiheit und Selbstständigkeit fremder Völker zu mißachten, oder alternativ nur abnickende Marionettenregime zu dulden. Da sie sich selbst als Welt und Weltvertreter des Weltfriedens verstehen, gerät der Kampf gegen ihre Weltherrschaft zum Weltkrieg.
So ist für den Friedensfetischisten oder Globalimperialist der Militarismus und die Bewaffnung an sich zur moralisch verwerflichen Kriegstreiberei. Aber gerade die allgemeine Volksbewaffnung und Wehrertüchtigung zeugt gerade nicht von Imperialismus, sondern ist Werkzeug und Sinnbild der Freiheit, denn pflegt man gerade Sklaven und Arbeitskraftvermieter nicht zu bewaffnen. Für Nahum Goldman (Gründer des jüdischen Weltkongresses) ist die Geschichte wie bei Hegel und Marx Fortschritt: "Ja, die Weltgeschichte hat einen Sinn; es mag kühn erscheinen, gerade in diesen Monaten, da tausende angesichts dieses Weltkrieges ihren Glauben an den Sinn der Geschichte verloren haben. Aber eben darum muß es mit verstärkter Kraft verkündet werden: die Weltgeschichte hat einen Sinn. Und dieser Sinn machte diesen Krieg notwendig.“ (Nahum Goldmann: „Der Geist des Militarismus“, 1915) Nicht Aggression und Gewaltfreude bildet den Kern des deutschen Militarismus, sondern die Gewissheit, daß der Einzelne durch die Gemeinschaft ist, und die Gemeinschaft durch die Einzelnen. Hier hebt sich also der Gegensatz von Kollektivismus und Individualismus auf.
Staaten haben das Recht und die Pflicht zu Krieg und Frieden. Über ihnen steht nur das Weltgericht unter dem Vorsitz Gottes. Gott, der Weltrichter, verurteilt nicht Friedens- und Kriegsschuld, sondern Sieg und Niederlage. Wollte ein Sieger den Besiegten die Kriegsschuld zuweisen, ist dies weder einer falsche Verdächtigung, noch Vortäuschung einer Straftat, sondern einzig eine Usurpation des Weltgerichtes, bzw. Gottes. So hatte sich also in Versailles und Nürnberg ein Putsch gegen Gott vollzogen, und vollzieht sich seit dem regelmäßig mit der Begründung von Kriegsschuld und Menschenrechten. Völker und Einzelmenschen sind das Bewußtsein Gottes, welcher nicht ein getrenntes Wesen von Natur, Welt und Mensch ist, sondern untrennbare Allgemeinheit. Gott in seiner Besonderheit ist Volk, und die Besonderung des Volkes ist der Mensch. Heute lachen alle Atheisten über die alttestamentarische Vorstellung eines von der Welt getrennten Gottes - eines Gottes als Geist, denn Naturgottheiten werden schon nicht mehr ernst genommen - der mit den auserwählten Israeliten Verträge schließt und Völker mordet und versklavt, bzw. Wunder vollbringt. Das Christentum kennt Gott als ungetrennten Begriff in der Dreieinigkeit von besonderen Welt/Mensch und allgemeinen Gott, und die deutsche Idealistische Philosophie weiß die Gottesbegriffe und Weltgeschichte als Entwicklungsgang des göttlichen Geistes zu deuten.  Gott ist nicht perfekt, sein Wesen als Geist ist die Freiheit, und die weltgeschichtlichen Ereignisse sind die Selbsterkenntnisprozesse des einen Geistes, welcher sich vormals als Natur glaubte, sich bei den Juden als Geist erkannte, und sich im deutschen Idealismus als Einheit mit der Welt weiß. Die Kriege sind darum nun als Erkenntnisprozesse des göttlichen Geistes anzuerkennen, und einer moralischen Beurteilung zu entziehen. Gott ist kein externer Geist, sondern in den Völkern und Menschen konkret. Was diese wissen und denken, ist ebenso das Wissen und die Gedanken des einen Geistes, welchen wir Gott nennen.
Die Herstellung des Friedens durch Vertragen der Kriegsparteien, bedingt ein Vorhandensein der Parteien. Ohne Streitparteien, wie etwa bei einer Annektierung, kann unmöglich von einen Frieden geredet werden. Die Okkupation ist die de facto Annexion oder militärische Istzustand. Die Annexion ist die de jure Besetzung oder der politische Sollzustand. Die imperiale Einverleibung von Polen in das Großdeutsche Reich war eine ebenso friedenslose Annexion, wie die imperiale Verhaftung der deutschen Reichsregierung und des Staatsoberhauptes, sowie die Ersetzung dessen durch statthaltende Reichszerteilungsregime DDR, BRD, BRÖ. Der Einsatz von Wunschexekutiven mag zwar nicht als Annektierung erscheinen, ist aber de facto von diesen nicht zu unterscheiden. Wenn also die Ostküstenweltmacht  (WJC, ADL, AIPAC, WZO, Bnai Brith, CFR, FED, UNO, NATO, EU) durch „Militärschläge“ (Vietnam, Irak, Libyen,...) und „Farbrevolutionen“ (Serbien, Ukraine,...) die kapitalhörigen Demokratien durchsetzt, so sind dies nunmehr durch Kriegshandlungen durchgesetzte Protektorate. Ihre Eigenständigkeit ist erloschen, und der schöne Schein läßt die Länder der NATO+EU nicht als Teil eines Staates erscheinen. Frieden ist also nur bei vorhandenen Kriegsparteien möglich, und vor dem Frieden ist der Waffenstillstand die vertrauensbildende Maßnahme. Wenn nun also die Annexion staatsvernichtender Imperialismus statt Frieden ist, dann ist die Zerstörung der gegnerischen Naturalform, bzw. die Nichtung des Feindvolkes die barbarischste Form der Kriegsführung. Nicht erst die unmittelbare Waffenanwendung, sondern die Ansiedlung von Fremdvölkern im Siedlungsgebiet des Feindvolkes ist eine unblutige, nach Außen human erscheinende Maßnahme, auf die schon die Franken gegen die Sachsen, Europäer in Amerika, Chinesen in Tibet „Kultureller Völkermord“ (Dalai Lama) anwanden. Heute bedroht diese Zerstörungsform des Naturalzustandes alle europäischen, und nordamerikanischen Völker durch die Ostküste und deren Satellitenstaaten. Da es nun aber schon immer Migrationsbewegungen gab und gibt, läßt die Mitarbeit des zu zerstörenden Volkes bei der eigenen Überfremdung auf ununterbrochene psychologischen Kriegsführung in Gestalt von Gehirnwäsche schließen. Manche Opfer dieser Maßnahme – wie die Antideutschen – scheinen kollektive Symptome des Stockholmsyndroms aufzuweisen.
Wer von Kollektivschuld spricht, muß auch von Kollektivstolz sprechen, und wer von Nationalstolz redet, muß auch von Nationalschuld reden. Man kann nicht Nationalstolz verbieten - weil Einzelpersonen nur Verantwortung für eigene Taten trügen, ohne auch Kollektivschuld verbieten zu müssen. So nun aber beweist die Kollektivschuld, bzw. Nationalschuld das völkische Kollektiv als reale Entität, die, wenn sie nicht existierte, man nicht verdammen müsste. Diese wahre Schuld ist die Verantwortung der verausgabten Arbeits- Tat- und Handlungskraft von Einzelpersonen, Kollektiven als Völker, und Völkerkollektive als Weltgeist, zur immerwährenden Selbsterkenntnis.