Montag, 29. November 2010

Diskriminierung

Ein benötigtes Produkt, als Mittel für weitere Zwecke der Arbeit, wird in einer bestimmten Weise und normierten Zustand gewollt und nicht anders. Dient dieses nicht den benötigten Zweck, ist es Nutzlos und wird gemieden. Ein weiteres Unterscheiden und Abwerten des Schlechten – sprich Diskriminierung – kann nicht nur im Ziel des gewünschten Artikels liegen, sondern zudem in der Arbeitsweise – dem Weg. Man sieht also wohl, daß der Wunsch nach einen bestimmten Produkt, alle unangemessenen Arbeiten und Herstellungsmethoden diskriminiert. Je mehr die Arbeit des Arbeiters vom Auftraggeber, oder dem Arbeiter als Auftraggeber, sowie letztlich vom Zweck selbst Diskriminierung erfährt, muß die Leistung in das Gut erhöht, und seine Qualität gesteigert werden. Die Qualität der Güter kann in das Unendliche gesteigert werden, ebenso die Kultur des Arbeitsweges selbst.
Der Bereich der Bildung kennt ebenso ein richtiges Wissen, und die Diskriminierung des falschen Wissens. Das Wissen ist absolut richtig oder absolut falsch. Die ganze Welt diskriminiert jeden der meint das 1 und 1 3 sei, jedoch um so komplizierter und undurchschaubarer der Sachverhalt ist, also unter Laien nicht mehr gewußt sondern geglaubt wird, oder verschiedene Wissenschaftler unterschiedliche Ergebnisse erzielen, entstehen auch verschiedene Wissen, die sich gegenseitig diskriminieren.
Erziehung, als allgemeine Arbeitskrafterzeugung, erstrebt willige, fleißige und schlaue Arbeiter. Dieses Ideal bedingt auch sogleich die Diskriminierung der Unwilligen, Faulen und Dummen, aber auch der schlechten Erzieher, insofern sie hierfür verantwortlich waren. Bei genetisch bedingten Behinderungen ist der Erzieher wohl nicht verantwortlich, aber diskriminiert wird die Zeugung überhaupt, sobald technische Mittel zur Früherkennung und Verhinderung vorhanden sind. Besonders wird dies deutlich unter dem Aspekt der höchsten Produktion, der abermaligen Herstellung der Arbeitskraft. Der erzeugte und erzogene soll ja wieder zeugen und erziehen, woraus es in der Partnerwahl zugleich auch auf seine Schönheit und Geschmack ankommt, in dem Sinne, daß die Schönheit ein Anzeichen der Arbeitskraftqualität ist. Auch wird ein Gegner von vorgeburtlicher Selektion in seinem Amt als Führungspersonal eines Betriebes trotzdem mindere Leistung konsequent diskriminieren, was insofern verwundert, da dieser doch nach perfekten Arbeitern mit perfekten Leistungen strebt, und das Arbeitergrundgesetz - Wer nichts macht, macht nichts verkehrt – vergißt. Die Partei der Arbeitskraft ist daher seit jeher an der Verbesserung ihrer Substanz interessiert. [Zuerst! 10/2010 SPD-Genetiker]
Unter Anwendung der Gewalt im Kampfe haben wir es mit der unmittelbaren Diskriminierung zu tun, in dem der Sieger bevorzugt und der Verlierer benachteiligt wird. Die Arbeit der Gewalt verlangt gnadenlos das richtige Tun, und sortiert die Schlauen von den Dummen, die Fleißigen von den Faulen, aber auch die Mutigen von den Feigen. Es gehört zum Prinzip der Gewalt das falsche Arbeitsweisen im Kampf diskriminiert werden, selbst wenn der Wille, aber keine Stärke vorhanden ist.
Der gesellschaftliche Verkehr lebt von der Diskriminierung aller Nichteigentümer, im Sinne der Definition von Eigentum als persönliche Intoleranz. Die gegenseitige Akzeptanz der Diskriminierung ist die Anerkennung. Während des Warentausches diskriminiert der Preis arme Käufer und Verkäufer. Verkäufer der Arbeitskraft sind im System des Kapitals durch Arbeitsmittel und Bodeneigentümern diskriminiert, und veranlaßt die Menschenwürde vor dem Werkstor abzugeben.
Die Frage nach der gerechten Verteilung und Anerkennung von Rechten ist die Moral. Hier wird nun das jeweilige Unmoralische des Anderen diskriminiert und unterdrückt. Idealerweise ist diese Diskriminierung Rache, welche jedoch selber Unrecht ist. Im Wettlauf um die richtigste Moral, obsiegen jene, die von der Allgemeinheit einen Rechtsverzicht – Toleranz – Diskriminierungsentsagung fordern, gegenüber denen, die ihr Recht, als Diskriminierung der Nichteigentümer, behalten wollen. So ist der Gutmensch, als Forderer des Weltbesten für alle Menschen ohne Eigenleistung, als Hochmoralist von Gott legitimiert alle anderen schlechten Moralien zu diskriminieren.
Die Anhänger der selben Moral, die in ihrer Gruppe falsche Moral diskriminieren, und sich daher vertrauen, bilden zusammen eine Kultur der Freundschaft. Verhalten, Moral und Wertvorstellungen einer Kultur verbieten notwendig jegliche anderen Verhalten, Moralien und Werte. Da sich die Gebote der Kulturen gegenseitig ausschließen ist jede Kultur definiert durch das Verbot, bzw. die Diskriminierung aller Fremdkulturen. In der höchsten Vertrauensstufe, der Liebe, diskriminiert die Frau alle anderen Männer vor ihren Mann, welcher ebenso nur seine Frau bevorzugt und andere Frauen benachteiligt. Die Eltern bevorzugen ihre Kinder und benachteiligen andere Kinder, wie die Kinder nur ihre Eltern bevorzugen. Die Bevorzugung der verwandten Familien untereinander führt zur Entstehung der Dorfsippe, und die Bevorzugung aller verwandten Dörfer zum Gau. Die verwandten Gaue bilden so einen Stamm, welche ihrerseits alle verwandten Stämme bevorzugen und fremde benachteiligen, woraus am Ende das Volk, in dem sich die Volksgenossen der einen Kultur bevorzugen, entsteht. Erst durch diesen Ausschluß von fremden Kulturen wird Toleranz und Unterstützung der Schwachen möglich, da Toleranz zu allen Erdmenschen gleichgültige Inflationierung der Toleranz bedeutet, und Liebe nur da ist, wo eben nicht alle gleich und austauschbar behandelt werden. Liebe ist Bevorzugung der im Geiste ununterscheidbaren, die sich im Anderen erst selbst erkennen.
Die nun herrschende Diskriminierung des Fremden ermöglicht aus Liebe in der Gemeinschaft Toleranz. Auf die Einhaltung der Gebote einer Kultur vertrauen alle gleichermaßen. Auf die Enttäuschung des gemeinsamen Versprechens die Gebote zu befolgen, reagieren die Gemeinschaftsgenossen mit abwertender Diskriminierung. Gemeinschaft ist Zweck der gegenseitigen Bevorzugung und Unterstützung der schwachen Gruppenteile.
Neben der technisch bedingten Maß- und Fertigungstoleranz, tolerieren Endverbraucher und Auftraggeber Produktabweichungen. Ist der Arbeiter willig aber schwach, so ist Hilfe in der Werkshalle geboten. Den Unwissenden ist mit Geduld aber helfender Lehre zu begegnen. Die Gemeinschaft hilft den Arbeitseingeschränkten und Unfähigen im Vertrauen nicht selbst ausgenutzt zu werden - der Gemeinschaftsbegriff schließt im Hinblick auf das Vertrauen das heimtückische Ausnutzen von selbst aus.
Toleranz im Gewaltbegriff ist Gnade. Das Recht ist definiert als Intoleranz, und nur der freiwillige Verzicht auf ein Recht, wenn die Personen eine Gemeinschaft bilden, ist Toleranz. Diese kann nicht gezwungen und vorgeschrieben werden, weil dann ist es keine Toleranz, sondern Verbrechen, da Toleranz eben auf Liebe und Gemeinschaftssinn beruht.
Da es den Menschen als natürliches Objekt nicht gibt, finden sich seine Erscheinungsformen als Mann und Frau in der Liebe. Auch da dies erst den Germanen bekannt ist, haben die Asiaten nur den Mann als freies Selbst gekannt. Die Juden kannten vormals auch die Frau in Gestalt von Lilith als freies Selbst, haben dies aber aus der Thora gestrichen und eine unterwürfige Eva eingeführt.
Der Moralbegriff, der sich zum Wohl für die Gemeinschaft wandelt, muß zu Einer Allgemeingültigkeit des Staates kommen. Die Gebote einer Kultur werden in diesen zum Gesetz festgeschrieben. Das Verbrechen der Rache wird durch die Strafe ersetzt. Der gesunde Staat bevorzugt das Staatsvolk und benachteiligt Fremde. Um die heimische Wirtschaft zu bevorzugen erhebt er Zölle oder bei bedarf Einfuhrhilfen. Volksnützliche Waren und Verhalten werden durch Subventionen gefördert und Gemeinschaftsschädliche Waren und Verhalten durch Steuern unterdrückt. Der Staat ist der Diskriminator des Bösen. Die Verhalten der Bürger werden durch Gesetze gefordert und unterbunden, untermauert durch die versprochene Strafen und Bußen, welche den Gesetzesbrecher diskriminieren sollen.  Staaten mit Antidiskriminierungsideologie scheuen sich vor der Tatsache, das Gesetze Bürger bevorzugen (Subvention) und benachteiligen  (Steuer). Deren Gesetze kennen besonders viele Ausnahmeregelungen, die, weil diese abermals bevorzugen und benachteiligen, schlecht unendlich neue Ausnahmen hinzuerfinden können.
Aufgrund der Kulturgebote weiß die Gemeinschaft was richtig und falsch ist. Hierauf aufbauend weiß sie nun was schön oder häßlich ist, und erschafft die ihr eigene Kunstkultur, in der sie ihren Geist zur Anschauung bringt.
Nun sind aber auch alle Kulturen Resultat und praktische Anwendung der jeweiligen Religionen bzw. Gottesvorstellungen, in welchen definiert ist, was Gut und Böse ist. Entkleidet man eine Religion von allen kulturellen Handlungsanweisungen, so erhält man den inneren Gottesbegriff, der von Religion zu Religion verschieden und daher nicht austauschbar ist. Die Religionen unterscheiden sich darin, in wie weit sie den wahren Begriff von Gott erkannt haben, und wer der Meinung ist die Wahrheit über Gott zu wissen, muß den Anhängern fremder Religionen klar sagen das diese falsch liegen, also den Gottesbegriff verfehlen. Denn so, wie sich die Gemeinschaft eine Vorstellung von Gott gibt, hat sie auch eine Vorstellung vom Menschen, und wie dieser zu behandeln ist. Wer wie die Geistreligionen vom geistigen Wesen Gottes ausgeht, geht auch von einen geistigen Wesen des Menschen aus. Wenn Juden und Mohammedaner Gott und Mensch getrennt denken, in welchen der Mensch austauschbar und minderer bewertet erscheint, erklärt sich darin die moralische Verfassung dieser Religionen. Die Idee, Gott und Mensch als Einheit zu denken, und den wahren Gottesbegriff erfaßt zu haben, sollte die Christen eine ablehnende Haltung zu schlechteren Religionen verpflichten.
Zu jeder Bevorzugung gibt es Benachteiligungen und umgekehrt. Positive und Negative Diskriminierungen finden stets gemeinsam statt. Der Unterschied besteht nur in der Nennung der Diskriminierung, ob hierin die Bevorzugten oder benachteiligten Erwähnung finden. So ist es ebenfalls Diskriminierung, wenn die natürlich benachteiligten plötzlich bevorzugt werden, da nun gleichfalls jemand benachteiligt werden muß. Was die künstliche Bevorzugung jedoch nicht kann, ist das Tolerieren des Diskriminierten.
Jede menschliche Kultur, als Ge- und Verbote, ist definiert als Verbot aller Fremdkultur, bzw. Diskriminierung anderer Ge- und Verbote. Aus diesem Grunde kann eine Multikultur überhaupt keine Kultur sein, da in ihr nichts diskriminiert wird. Die einzige Kultur in der Multikultur ist das Diskriminierungsverbot, das Diskriminierer benachteiligt und Nichtdiskriminierer bevorzugt, weil sie Diskriminierer benachteiligen. Das Diskriminierungsverbot ist das allgemeine Kulturverbot auf dem Weg zurück in die Multikultur, die keine Kultur ist, sondern ihr Totengräber.

Montag, 1. November 2010

Der Verfassungskreislauf

Die Arbeitsteilung im Staat soll nach Platon sich an der Seele orientieren. Er unterscheidet den Nährstand (Produktivität), den Wehrstand (Destruktivität) und Lehrstand (Genialität), also Arbeit Gewalt Kunst, Bildung Politik Religion, oder Erziehung Liebe und Philosophie. Der Mut des Wehrstandes soll die Triebhaftigkeit des Nährstandes zügeln, jedoch werden beide von der Vernunft des Lehrstandes geleitet.

Da Platon nach dem ochlokratischen Urteil gegen Sokrates nicht viel von Demokratien hielt, favorisierte Aristoteles jene um so mehr. Für diesen Hort der Freiheit definierte er drei Bedingungen: Autochthonie (Liebe + Gemeinschaft), Autonomie (Freiheit) und Autarkie oder Selbstvölkisch statt Fremdvölkisch, Selbstbeherrscht statt Fremdbeherrscht und Selbstversorgend statt Fremdabhängig.

Die Herrschaft selbst wird von Platon, wie auch später bei Aristoteles und Polybios, als Kreislauf der Verfassungen beschrieben. Auf die Monarchie folgt die Aristokratie, und auf ihr die Demokratie. Das System ist allerdings im verfeinerten Zustand in der Lage, die Verfassungen der Eigennützigen zu beschreiben: Tyrannis, Oligarchie und Ochlokratie. Der Grund für das Umschlagen der Gemeinnützigen Verfassungen in Eigennützige, liegt wohl in der Tatsache des Amtes zu finden, da die Personalien eines Amtes austauschbar sind. Der Amtsinhaber soll und muß daher stets auf Machterhalt bedacht sein, auch wenn er noch so Gemeinnützig sei, jedoch ist seine Volksliebende Gesinnung ohne dieses Amt nichts wert. Weiter ist der Verfassungskreislauf beschreibbar als Herrschaft des Besten, der Besten und der Durchschnittlichen. Monarch und Tyrann sind sehr wohl beide die Besten, ebenso sind Aristokraten und Oligarchen die Besten, denn es macht keinen Sinn einen Oligarchen seine Qualitäten abzusprechen. Er hat die größte Befähigung, über Leichen gehend, sich auf Kosten der Anderen zu bereichern, nur der Adel – Edele – Aristokrat nutzt sein Können zum Wohl des Volkes. Der Ochlokrat bereichert sich zwar ebenso, ist hierbei aber weniger geschickt als Tyrann und Oligarch, da seine Fähigkeiten dem Durchschnitt zugeordnet sind.

Im Begriff der Vernunft ist Ich definiert als Einheit von Allgemeinheit und der Besonderung in Gegenstände, und das allgemeine Selbstbewußtsein ist Volk in den Volksgenossen besondert, daher ist der Einzelmensch Einheit beider, also besonderer Volksgenosse und ganzes Volk. Da Völker keine Transportwerkzeuge sind, in denen Menschen hinein und herausgenommen werden können, auch keine Rohstoffe, im Sinne, daß Menschen Teile hiervon wären, sondern Geist sind, ist auch der Herrscher wie jeder Einzelne bereits das ganze Volk. Dies ist sein Allgemeines Moment, welches sich in diesen Einzelnen besondert, und daher ist ein Monarch Volk und Amt zugleich, bzw. Volks- und Amtliebend. Gerät dies aus dem Gleichgewicht, und jede Besonderung ist der Begriff des Bösen, dann schwindet die Volksliebe und die Amtsliebe allein wandelt den Monarchen in den Tyrann, den Aristokraten in den Oligarchen und den Laokraten in den Ochlokraten.

Aus der Wandlung der Monarchie in eine Tyrannis entsteht die Forderung die Macht zu teilen und eine Aristokratenherrschaft zu etablieren. Wandelt sich jene in Oligarchie, ruft das Volk nach eigener Macht, daher Demokratie oder besser gesagt, Laokratie. Wenn diese nun auch zur Ochlokratie verkommt, wird wieder die Forderung nach dem Besten Volksliebenden laut, und in der Monarchie schließt sich der Verfassungskreislauf.

Nach Polybios ist der Verfassungskreislauf bei den Römern durch eine stabile Mischverfassung ersetzt worden. In diesen ist das Konsulat Träger des monarchischen Prinzips, der Senat die Aristokratie und die römischen Bürger Träger der Demokratie. Die Regierungsformen sind bei näherer Sicht Verhältnisse, da schon die athenische Demokratie sich nur auf die Freien bezog, und jene im Bezug zu den Sklaven daher vielmehr als Aristokraten – oder besser dank des Standes – Oligarchen seien.
Gewaltenteilung ist herrschaftliche Arbeitsteilung, denn Herrschaft verlangt zunächst vom Herrscher jeden Knecht für jede Handlung einen Befehl zu erteilen. Dieses unmögliche Vorhaben wird durch Gesetzherstellung ersetzt, muß allerdings kontrolliert und mit Gewalt (Exekutive) durchgesetzt werden.
Das mittelalterliche Lehnswesen ist eine Form der Arbeitsteilung, in dem die Grafen selbstständig ihr vom König übergebenes Lehen regieren. Die gräflichen Beamten bildeten daher einen aristokratischen Stand zum Monarchen, aber begannen auch zugleich die Zentralmacht des Königs anzugreifen, und Stück für Stück dessen Macht zu untergraben, bzw. gegen das Allgemeine für ihr Amt zu regieren. So entstand eine fürstliche Oligarchie welche das Heilige Römische Reich deutscher Nation Jahrhunderte lang lähmte.
Im modernen Staat bildet das Volk das Demokratische Element, welche ihren Klassenvertreter im Parlament, ihren Aristokraten, wählen. Das Staatsoberhaupt, der Monarch, ernennt und entläßt die Regierung, welche die vom Parlament erlassenen Gesetze kontrolliert und durchsetzt. Hier kann eine Oligarchierung des Parlaments einsetzen, sobald die einstigen Klassenparteien zum Amtsliebenden Selbstzweck als Volksparteien mutieren. Im schlimmsten Fall, wenn nicht das Staatsoberhaupt, sondern das Parlament die Regierung wählt, verfestigt sich die Macht der Parteien trotz aller Gewaltenteilung im Parlament und Regierung. Trotz aller Beteuerungen, stets gegen Diktatur zu sein, sitzt die Partei in sämtlichen Ämtern, des Parlaments und der Regierung, und nebenbei bemerkt, beruft diese die „unabhängige“ Richterschaft zum Amt.
Gänzlich abwegig ist die Diskreditierung des Populismus. Dieser ist ein Grundpfeiler der Demokratie, und man gewinnt mehr Wählerstimmen mit einen flotten Spruch als mit komplizierten Abhandlungen. Wer blühende Landschaften verspricht gewinnt mehr Stimmenanteile als Warner vor einem 1:1 Wechselkurs, welcher DDR Schulden in unermeßliche Höhen trieb. Anders als die BRD ist die Parteienherrschaft in der EU strukturiert. Hier nominiert die Parteioligarchie über den Europäischen Rat den Regierungschef (Kommissionspräsident), den das Parlament der EU Tyrannis nur noch abzunicken hat.
Wahlen, Ernennungen und Testamente gliedern sich in die Elemente des Kandidaten, des Wählers und der abgegebenen Stimme. Neben dieser eigentlichen Wahl wird aber Kandidat, Wähler und Stimme auch gewählt. Der Kandidat muß nominiert werden, ein Wahlgegenstand, wie der Lissabon Vertrag oder die EU-Verfassung, steht nur in bestimmten Gebieten zur Wahl. Der Wähler wird bereits durch die Wahlberechtigung, dem Wahlalter oder dem Klassenwahlrecht ausgewählt, und selbstverständlich ordentlich durch Presse und Medien beeinflußt. Die Auswahl der Stimme erfolgt durch die bekannte 5% Klausel, Annullierungen, oder Wahlwiederholungen, da nicht jedes Wahlergebnis den Demokraten genehm ist. Bekanntlich mußte Irland mehrmals wählen gehen bis das Ergebnis stimmte, und sobald dieses erreicht war, soll selbstverständlich keine weitere Wahl stattfinden. Es ist daher derjenige der Mächtigere, welcher mit seiner Stimme die Wahlelemente: (Wahlgegenstand, Wähler und Wählerstimme) auswählt und bestimmt.

Die Staatsformen unterscheiden sich in Freistaat (Republik) und Erbstaat (Dynastie). Im Freistaat wird das Amt des Staatsoberhauptes erworben und im Erbstaat ererbt. Während Erbstaaten durch Erbteilung zerstückeln oder bei der Vererbung an einen Nachkommen Machtkämpfe aufleben, können Freistaaten zu Stammes- und Volksstaaten zusammengeschlossen werden. 1920 Gründung von Thüringen aus den Ministaaten, und Anschluß Österreichs.